Wald und Wiese auf dem Teller
Kräuter, die unscheinbar am Wegrand wachsen, können in der Küche eine unerwartete Abwechslung bieten. "Wald und Wiese auf dem Teller" ist eine umfassende und sehr sinnliche Einführung in die Wildkräuter und ihre Verwertung.

Foto © APAAls "Himmel im Mund" bezeichnet die Autorin es, frische Himbeeren direkt vom Strauch zu essen - und empfiehlt sie nach dem Lieben in freier Natur oder als Hochgenuss beim Alleinsein
Wildkräuter werden nicht geerntet, sie werden gesammelt. Und zwar mit höchstem Einfühlungsvermögen und idealer Weise mit großer Pflanzenkenntnis. Beides vermittelt Gisula Tscharner in ihrem Buch. Mit großem Respekt vor dem Leben und vor der Natur begegnet sie dem Thema "Wildsammeln". Zugleich teils sie mit dem Leser ihr breites Wissen über und ihre Erfahrungen mit den unterschiedlichen Wiesen, Böden und Standorten.
Bärenklau hat große, saftige Blätter und schmeckt so intensiv, dass alle anderen Gewürze außer dem Salz von seinem Aroma ablenken würden, wenn er als Gemüse-Beilage zubereitet wird. Hopfentriebe um Karotten gewickelt sind eine herrliche Beilagen-Variante, die neue Geschmacksnoten betont. Sanddorn liebt sandige Böden. Seine Beeren lassen sich zu einem Sannddorn-Apfelsaft verarbeiten oder auch zu einer Creme mit Bananen und Joghurt. Und aus Schlehen lässt sich ein süßer, violetter Essig zaubern, der winterliche Salate würzt.
Fast zu allen Jahreszeiten finden sich in der Natur solche köstlichen Schätze. Die Lust beim Genießen und die Freude am Sammeln steht für Gisula Tscharner im Vordergrund: "Fröhliche Lust ist beim Wildsammeln wichtiger als die Jagd nach Vitaminen und nach Heilmitteln aus der Naturapotheke."
Features
Fakten
Gisula Tscharner:
Gisula Tscharner
Geboren wurde die Autorin 1947 am Zürichsee. Nach dem Theologiestudium war sie neben Familie, Gemeindepolitik und Pflanzen-Sammelstreifzügen als ambulante Pfarrerin tätig. Heute bietet sie kulinarische Erlebniswanderungen in freier Wildbahn.











