Schädlinge bevölkern Gärten
Feucht-schwüles Wetter stellt optimale Bedingung für die Ausbreitung von Pilzerkrankungen und Fäulnisprozessen dar. Auch die Nacktschnecken gedeihen.

Foto © APADie gefräßigen Nacktschnecken lieben das feucht-schwüle Wetter
Das feucht-schwüle Wetter lässt Hobbygärtner stöhnen. In Gärten, aber auch in Blumentrögen haben die Schädlinge Hochsaison. "Durch die extreme Nässe und den Mangel an Licht sind zudem die Pflanzen geschwächt und für Pilzerkrankungen besonders anfällig", sagt der Völkermarkter Gärtnermeister Christian Sattler. Rosenrost ist einer der Pilze, der derzeit häufig zu sehen ist. "Und zum ersten Mal habe ich Grauschimmel im Sommer entdeckt", erzählt Sattler. Überhaupt feiert der Schimmel fröhliche Urständ und vernichtet Beerenobst wie Himbeeren noch vor der Reife.
Pilzspritzmittel im Trockenen verwenden. Die Staunässe in der Erde wiederum greift bei zahlreichen Pflanzen die Wurzeln an. Der Niederschlag laugt die Böden aus. Nährstoffmangel ist die Folge. Der Tipp des Gärtnermeisters: Pilzspritzmittel erst ausbringen, wenn es trockener wird. "Sonst wäscht sie der Regen wieder ab, die Wirkung bleibt aus." Und: Pflanzen - sollte es endlich einmal stabiler und sonniger werden - durchtrocknen lassen und erst dann düngen. "Der Regen hat aber auch sein Gutes", tröstet Sattler. "Mehltau gibt es kaum, da er regelmäßig von den Blättern und Blüten abgewaschen wird. Blattläuse und rote Spinnen sind ebenfalls selten. Diese saugenden Insekten gedeihen bei trockener Luft, Hitze und wenig Wind."
Laufenten gegen Schnecken. Nicht abschrecken von Feuchtigkeit lassen sich hingegen die Nacktschnecken. "Von kleineren Flächen kann man sie abklauben, auch Schneckenkorn nützt. In einem großen Garten haben sich Laufenten bewährt", weiß Sattler. Gegen die Eier im Boden ist hingegen kein Kraut gewachsen.











