Eine Schnecke, die duftet
Kaum eine Gartenidee hat so eingeschlagen wie die Kräuterspirale oder, wie sie auch heißt, die Kräuterschnecke. Hier sieben Schritte zum Ziel.

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Die Kräuterspirale schafft die
besten Wachstumsbedingungen
für eine Vielzahl an
Kräutern, und das auf relativ kleinem
Raum. Hier die sieben Punkte,
wie man ein solches Kräuterbeet
der anderen Art anlegt.
1.Standort
Der sonnigste Platz
im Garten ist ideal, denn alle
Kräuter sind Sonnenkinder. Dennoch
können Teile der Kräuterschnecke,
zum Beispiel der
Teich, im Halbschatten liegen.
Damit ergibt sich die Ausrichtung
nach den Himmelsrichtungen:
Teich im Norden, die höchste
Stelle der Kräuterschnecke im
Süden. Die Dimensionen der Anlage
nicht zu klein wählen, je größer sie ist, desto besser gedeiht
alles und desto leichter ist sie
auch zu pflegen.
2.Baustoffe
Die Mauern können
aus den unterschiedlichsten
Materialien errichtet werden.
Natursteine oder doppelte gebrannte
(Klinker-)Ziegel sind
aber am dekorativsten. Kleine
Anlagen gibt es bereits im Bausatz
aus Kunststoffelementen zu
kaufen. Als Erde benötigt man
von schottrig-sandigem Material
bis zu einem humosen, feuchteren
Substrat alles für ganz unterschiedliche
Bodenverhältnisse.
Für den Teich am Ende der Kräuterschnecke
benötigt man Folie
und größere Steine.
3.Aufbau
Zunächst wird der Boden,
auf dem das Mauerwerk
errichtet wird, ausgegraben und
ein Fundament aus Sand und Kies
errichtet. Das Material gut verdichten
und das Mauerwerk nach
dem Prinzip der Trockenmauern
aufschichten: In den Zwischenräumen
befindet sich also nur
Sand und Erde. Im obersten Teil
der Kräuterschnecke das sandigschottrige
Material auffüllen, je weiter man nach unten kommt,
desto humoser wird die Erde. Der
Teich am Fuß der Anlage sollte
nicht zu klein gewählt werden.
Keinesfalls dürfen die Ufer zu
steil sein. Folie mit Schotter und
Steinen abdecken. Wichtig: keine
Erde einbringen.
4.Pflanzen für Trockenbereiche
Alle
mediterranen Kräuter werden
im obersten, trockeneren
Teil der Kräuterschnecke angelegt:
Salbei, Thymian, Rosmarin
und Lavendel. Pflanzen in Gruppen
setzen und unbedingt auch
die Steinfugen nutzen – zum Beispiel
für die unterschiedlichsten
Sorten von Thymian. Auch Basilikum
kann hier gesetzt werden.
5.Pflanzen für humose Zonen
Im
mittleren Bereich der Kräuterschnecke,
wo die Erde humoser
ist, kommen alle typischen
Kräuter, die im Gemüsegarten zu
finden sind: Oregano, Petersilie,
Estragon, Koriander und auch
das Maggikraut finden hier Platz.
6.Pflanzen für Feuchtzonen
Im unteren
Bereich der Kräuterschnecke
befindet sich die
Feuchtzone. Hier sind alle Minzen,
Melissen aber auch der
Schnittlauch zu finden. Ein ganz
wichtiger Tipp, um Ordnung zu
halten: Alle Minzen in große
Tontöpfe setzen und diese bodeneben
eingraben. Minzen neigen
zumWuchern, in den Töpfen
können sie im Zaum gehalten
werden und ersparen auch viel
Mühe.
7.Pflege und Ernte
Um den Aufwand
für die Kräuterspirale
möglichst gering zu halten, sollte
die gesamte Erde mit Mulchmaterial
bedeckt werden. Im oberen
(trockenen) Bereich wird Splitt,
im mittleren Teil Grasschnitt und
im unteren Bereich grober, verrotteter
Kompost verwendet. Gedüngt
wird mit organischem
Langzeitdünger (Hornspäne) beziehungsweise
mit Kompost.
Auch im kiesigen Bereich wird
dieserHumusalljährlich eingearbeitet
und anschließend wieder
mit Splitt abgedeckt. Haupternte
für die Kräuterschnecke ist im
August, Küchenkräuter werden
aber laufend geschnitten.
Schnittlauch nicht mehr nach
dem 15. August abschneiden, damit
er Kraft sammeln kann für
das kommende Jahr.











