Wer hat den schönsten Garten?
Jury der Blumenolympiade ist quer durch Kärnten unterwegs, um Gemeindesieger zu küren. Lokalaugenschein in Poggersdorf. Im Trend: kreative Gartenanlagen.

Foto © FertscheyBernhard Hitzberger (vorne links) und Uwe Rimmel sind für die Fördergemeinschaft Garten in Kärnten unterwegs, um die schönsten Anlagen zu küren
Etwas fassungslos schaut eine Blumenfee aus Poggersdorf ins Gesicht der Juroren, die am Gartenzaun läuten. "Dreimal habe ich heuer schon umgetopft, Regen und Hagel haben alles kaputt gemacht." Doch das wahre Donnerwetter kommt erst, als die Jury hinter der Kurve ist. "Wenn du das noch einmal machst . . .", droht die Frau ihrem Gatten, der noch geknickter ist als die Blumen. Er hat seine Frau heimlich zur Blumenolympiade der Fördergemeinschaft Garten und der Kleinen Zeitung angemeldet.
Vom Wetter gezeichnet sind heuer viele Blumen, Blätter sind von Hagelkörnern und Schlagregen durchlöchert. Trotzdem präsentieren sich die Gärten im urban angehauchten Poggersdorf unweit von Klagenfurt in fülliger Eleganz. Kreative Gestaltung und unkonventionelles Design erinnern an Landschaftsgärten und bilden einen Kontrapunkt zum traditionellen Holzbalkon. Ein Bungalow ohne Balkon und Garten besticht durch Topfpflanzen und liebevolle Arrangements. Im Trend sind romantische Teiche, Steinfiguren und geschmückte Terrassen.
Paradis vor der Tür. "Wir fahren gar nicht auf Urlaub, wir haben unser Paradies vor der Haustür", sagt ein glückliches Paar, das neben Hund und Swimmingpool auch die bei uns seltene Tiroler Hängenelke zu seinen Schätzen zählt. Doch "oben ist die Luft sehr dünn", wissen die Juroren Bernhard Hitzberger und Uwe Rimmel, die für die Fördergemeinschaft Garten unterwegs sind. Die schönste Anlage und der fülligste Balkon können nicht über einen schlechten Kulturzustand hinwegtäuschen. Wenn die Blätter nicht mehr sattgrün sind, wird der Teilnehmer nicht weiter gereiht. In einigen Wochen wären die Blätter nämlich gelb. "Durch den Regen wurde der Langzeitdünger schnell ausgewaschen. Man müsste früher nachdüngen."
Extrem viele Blütenstecher seien heuer unterwegs, weiß Rimmel. Ein Rat hat sich bewährt: Ist die Pflanze gut aufgefüttert, ist sie weniger anfällig gegen Schädlinge und übersteht kühle Septembernächte leichter. Doch vorher werden die Regions- und Landessieger gekürt. Ende August stehen sie fest.
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Blumenolympiade
Sie wird von der Fördergemeinschaft Garten in Kooperation mit der Kleinen Zeitung und mit Unterstützung des Gemeindereferates des Landes heuer zum elften Mal veranstaltet
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Im Trend: romantische SteinfigurenFoto © Fertschey
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Marianne Gabus mit ihren BlumenFoto © Fertschey











