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  • 31. Juli 2014 23:41 Uhr | Als Startseite
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    Zuletzt aktualisiert: 14.07.2008 um 09:42 UhrKommentare

    Die schönsten Schattenseiten dieses Sommers

    Glücksmomente, wenn im Sommer nicht die Uhr, sondern der Garten den Takt angibt. Hier wird Ihnen Gusto gemacht auf schöne Stunden im grünen Paradies.

    Sommer im Garten

    Foto © APASommer im Garten

    Das Lachen der Kinder beim Fangenspielen, das Tirilieren der Meisen bei der Brautschau, das Knistern des Grillofenfeuers vor einer Sommerparty, das Säuseln der Weidenblätter beim Teich – das nenne ich "Leben im Grünen".

    Der Garten ist unser Wohnraum. Der größte, bunteste und vielfältigst genutzte Bereich unseres Heimes. Das Wohnzimmer im Freien – vor allem jetzt im Sommer! Im Moor haben die ersten Blätter der Venusfliegenfalle eine Fliege erwischt, beim Insektenhotel tauchen schon Schwebfliegen und Solitärbienen auf. Hier entwickeln sich in meinem "Schau-Insektenhaus" in kleinen Glasröhrchen zum Zuschauen die Larven. Und dann beim Komposthaufen – die Blindschleichen. Wie gefährlich die aussehen! Beim Streicheln dieser Echsen zeigt sich, sie haben eine glatte Haut, sind ganz und gar nicht "grauslich". Erstaunt kommen Kinder, die den Garten besuchen, mit einer Natur in Kontakt, die eigentlich bei fast jedem nicht weit von der Haustür läge.

    Im Gleichgewicht. Noch mehr Leben spielt sich im Verborgenen ab. Wenn nachts der Igel durch den Garten schleicht, wenn der Marder seine Runden dreht, wenn die Katzen aus der Nachbarschaft in diesem Naturparadies um die Wette jagen. Alle Tiere zusammen schaffen das ökologische Gleichgewicht. Vielerorts ist es verloren gegangen, wurde von uns Menschen gestört oder zerstört. Nur langsam und mit großer Geduld kann daher das Miteinander in unserem Garten wieder entstehen. Leider verlieren wir immer wieder die Geduld, greifen ein, obwohl das Eingreifen meist mehr zerstört als fördert.

    Leben im Sommer. Wann immer es Zeit und Witterung zulassen, wird draußen gefrühstückt. Früher war der Essensplatz am Morgen immer auf der Terrasse, schließlich liebten wir es, den Morgenkaffee mit selbst gebackenem Brot und hausgemachter Marmelade beim Lusthaus im Garten zu trinken. Mitten in den Blüten, begleitet von Libellen und dem Morgenkonzert der Singvögel, die in der Wildsträucherhecke leben. Das Leben im Sommer ist anders. Nicht die Uhr gibt den Takt an, sondern der Garten.

    Grillen. Es ist schon interessant: Kaum lässt die Mittagstemperatur es zu, rauchen ringsumher die Griller. Gerade im Gemüsegarten macht mir ein offenbar ganz besonders gewürztes Stück Fleisch Gusto aufs Essen – dabei wollte ich noch Kompost verteilen!

    Essplatz. Wo bei uns gegessen wird? Diese Entscheidung ist fast wie in der Lotterie: Terrasse, Ruinengarten, Hof, Lusthaus, vor dem Lusthaus oder der neue "Wandersitzplatz", der nun oft vor dem Gemüsegarten steht?

    Sommerabende. Ein Sitzplatz, den wir am Abend viel zu selten nutzen, ist der Ruinengarten. Wenn aber auf dem uralten Tisch aufgetischt wird, wenn die Kerzen ringsherum angezündet werden, wenn die alten Sessel in Position gebracht sind und auf dem Pult neben der Feuerstelle die Köstlichkeiten im Kerzenlicht leuchten, dann erkennen wir erst, wie paradiesisch wir es haben. Kein Lärm, keine Abgase, nur ab und zu das Schnüffeln des Igels ist zu hören. Ein Prost auf diesen Schneckenfänger!

    Nächtens. Laue Sommerabende sind die idealen Momente, das Leben im Garten noch mehr zu verinnerlichen. Geräusche an allen Ecken und Enden – nichts für Ängstliche, aber spannend für Mutige. In stockdunkler Nacht oder bei Vollmond auf der Bank beim Teich zu sitzen, ist aufregender als der Krimi im Fernsehen. Da ein Platschen – ist das ein Frosch? Dort ein Knacksen – kommt jemand, oder war es doch nur eine Katze? Und dann die vielen gurrenden und surrenden Töne – ich denke, jetzt ist es genug! Morgen wird die Gartenwelt schon wieder eine andere sein.

    ORF-Biogärtner Karl Ploberger macht jetzt Sommerpause, am 24. August starten wir mit unseren Gartenseiten wieder durch.


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