Die Sonne schickt uns keine Rechnung
Solarthermie und Photovoltaik liegen im Trend. Steigende Energiepreise, Versorgungs- engpässe und die CO2-Problematik machen die Sonne als Energiequelle immer wichtiger.

Foto © BSW-Solar/suntechnicsEine Photovoltaik-Anlage kann auf beinahe jedem Dach installiert werden
Die Nutzung der Sonne als Energiequelle ist nichts Neues. Meist sieht man Solarthermie-Anlagen, mit denen Warmwasser-, aber auch Heizungssysteme betrieben werden können. Im Gegensatz zur Solarthermie, bei der es um die Gewinnung von Wärmeenergie geht, erhält man bei der Photovoltaik elektrischen Strom von der Sonne. Die Photovoltaikmodule haben eine positiv und eine negativ geladene Schicht aus Silizium, einem Hauptbestandteil von Sand. Wenn Sonnenlicht auf die Zelle fällt, entsteht Spannung und damit Strom. Dieser wird dann üblicherweise in das öffentliche Stromnetz eingespeist.
Als Besitzer einer Photovoltaikanlage ist man de facto Stromproduzent.
Die Gesamtkosten für so eine Anlage belaufen sich auf etwa 20.000 bis 25.000 Euro für ein durchschnittliches Einfamilienhaus. Der Ertrag durch die Einspeisung in das öffentliche Stromnetz hängt stark von den Fördermöglichkeiten ab (siehe Infokasten). Der Einspeisetarif muss sich an den marktüblichen Preisen orientieren. Wenn eine Förderung gewährt wird, liegt er deutlich darüber.
Beiden Systemen gemein sind die geringen Unterhalts- und Wartungskosten. "Die Module sind auf eine Lebenserwartung von 30 Jahren ausgelegt und nahezu wartungsfrei", weiß Energieexperte Ernst Konrad. Lediglich von Schnee und Schmutz müssen sie freigehalten werden. Natürlich müssen bei der Solar-
thermieanlage Speicher und Wärmetauscher von Kalk und sonstigen Ablagerungen geschützt werden, weil sich der Wirkungsgrad der Anlage sonst verschlechtern würde.


















