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Zuletzt aktualisiert: 05.05.2008 um 10:33 Uhr

Des Wohnens neue Wände

Wechselnde Wohnbedürfnisse verlangen nach flexiblen Lösungen. Grazer Architeken entwickelten einen Grundriss, der Größe und Anzahl der Zimmer variabel nutzen lässt.

Ein komplett offener Grundriss: Die Funktionen der Räume wurden von den Architekten nicht bestimmt

Foto © MARGHERITA SPILUTTINIEin komplett offener Grundriss: Die Funktionen der Räume wurden von den Architekten nicht bestimmt

Flexibilität ist ein Schlüsselwort der Gegenwart: Ob in der Ausbildung, am Arbeitsplatz oder als Familienstruktur. Wenn sich die Kinderzahl plötzlich verdoppelt ( man denke an Patchwork-Familien) oder auf null reduziert (wenn die Schule beendet ist), können fixe Wohnhüllen den geänderten Verhältnissen oft nicht gerecht werden.

Am häufigsten wird das "Gewand" zu eng und droht zu platzen. Als Alternativen stehen Ausziehen oder eingezwängt Weiterwohnen zur Wahl. Pionierarbeit zum Thema flexibles Wohnens leistete das Grazer Architektenteam Riegler Riewe: Bereits in den späten 80iger Jahren konzipierten sie Wohnungen mit einem komplett offenen Grundriss. Welche Nutzung den einzelnen Zonen zukommt, wurde dabei nicht fix belegt. Das heißt: Zonengrößen können temporär mit Schiebe- und Falttüren abgetrennt werden. Sogar das Badezimmer wurde erst durch das Öffnen und Anschlagen von Türen, wodurch sie die Funktion von Wänden bekamen, zu einem solchen.


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Foto © MARGHERITA SPILUTTINI

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