Wenn die Mauer vom Acker kommt ...
... dann ist beste Wärmedämmung garantiert. Der Strohballen könnte dem Dreigespann der Baustoffe - Holz, Ziegel und Beton - durchaus Konkurrenz machen.

Foto © DANNERDie Wände sind mit Stroh verkleidet
Das Haus aus Stroh hat spätestens
seit dem Märchen von
den drei kleinen Schweinchen
einen schlechten Ruf. Der Wolf
zerstört die beiden Häuser aus Stroh
und Holz und nur jenes aus Stein
trotzt seinen Angriffen. Die Moral von
der Geschichte: Wer beim Hausbau
Zeit und Kraft investiert, hat länger
was davon. Womit wir beim modernen
Strohballenbau wären. Denn die
Strohhäuser, die man heute baut,
sind alles andere als ein paar flott zusammengeworfene
Halme.
Innovation aus St. Donat.
Um 1900 war in Nebraska in den USA
das Holz knapp, so baute man die ersten
Häuser aus Strohballen. Heute
sind es die bauphysikalischen Eigenschaften
des Strohs, die zu wachsender
Beliebtheit des Baustoffs führen.
Auch in Österreich stehen einige
Strohballenhäuser, auch wenn sie auf
den ersten Blick meist nicht als solche
zu erkennen sind. Ein Beispiel: das
Strohballen-Passivhaus in St. Donat
bei St. Veit an der Glan. Geplant wurde
das Haus vom Bauatelier Schmelz
& Partner für den Bauherren Horst
Danner
www.baubiologie.at/asbn.
Das im Vorjahr fertiggestellte Gebäude
sollte ursprünglich aus lasttragenden
Strohballenwänden gebaut
werden, nicht zuletzt aus baubürokratischen
Gründen entschied man
sich dann doch für eine Holzriegelkonstruktion.
Foto

Foto © ISTOCK














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