Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
20. Mai 2013 23:33 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
"Bilder müssen Stimmungen vermitteln!" Raumordnung: Erbitterter Kampf um die letzten Grünräume Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Bauen & Wohnen exklusiv Nächster Artikel "Bilder müssen Stimmungen vermitteln!" Raumordnung: Erbitterter Kampf um die letzten Grünräume
Zuletzt aktualisiert: 07.10.2008 um 16:42 Uhr

Der hauseigene Feuerteufel

Kennen Sie das? Sie betreten einen Raum, fühlen sich wohl, sogar angenehm überrascht von der raumfüllenden Wärme. Sie blicken sich um und da steht er: der Kachelofen.

Urig und gemütlich

Foto © KACHELOFENVERBANDUrig und gemütlich

Seit der Entdeckung des Feuers hat dieses Element einen ganz wesentlichen Stellenwert für das Leben auf unserer Erde eingenommen. Die prähistorische Zähmung von Wildfeuer und die Kunstfertigkeit, Feuer selbst zu entfachen und obendrein zu bewahren, gilt als besonders wichtiger Schritt für die Entwicklung des Menschen. Während jahrhundertelang eine einfache, geschlossene Feuerstelle zum Wärmen und zur Essenszubereitung diente, datiert der erste bekannte Ofen mit einer Kochplatte im heutigen Sinn aus dem 18. Jahrhundert.

Mittlerweile ist die Nutzung des Feuers einfach und alltäglich. Ein wunderbares Einsatzgebiet für Feuer und Flamme ist der Kachelofen: In Österreich sind aktuell etwa 450.000 Kachelöfen in Betrieb, das sind knapp 13 Prozent aller Haushalte. "Österreich führt auf diesem Gebiet den Weltmarkt an", erklärt Gerhard Dalla-Bona vom Österreichischen Kachelofenverband – nicht zuletzt, weil Holz quasi vor unseren Haustüren wächst. Ein Kachelofen steht für erneuerbare Energie und ist eine vernünftige Alternative zu Gas und Öl. Dalla-Bona: "Zwar ist die Anschaffung nicht gerade billig, doch abhängig vom Bundesland gibt es großzügige Förderungen. Betonen möchte ich zudem die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten und die Strahlungswärme, die die Gesundheit positiv beeinflusst." Diesen Argumenten kann auch Hermann Bernthaner, Geschäftsführer von Kachelöfen Bernthaner & Co., einiges abgewinnen: "Für mich ist ein Kachelofen eine tolle und umweltschonende Alternativheizung, die nachgewiesen eine gesunde Wärme abgibt."

Tatsächlich wird die Wärme, die ein Kachelofen ausstrahlt, von Menschen wesentlich angenehmer empfunden als die Wärme eines Heizkörpers. Fest steht auch, dass Holz, das verbrennt, den gleichen CO2-Gehalt ausstößt wie Holz, das – beispielsweise im Wald – natürlich verrottet. Vieles spricht also für eine hauseigene Feuerstelle zum Wärmen und Wohlfühlen. Optisch lässt sich, was Dalla-Bona als großen Pluspunkt einordnet, ein Kachelofen genauso gestalten, wie der Hausherr oder die Hausherrin ihn haben möchte: Es ist fast alles möglich. Hermann Bernthaner erkennt einen Trend zur schlichten Architektur mit großen Fenstern, so dass der Blick auf das offene Feuer in das Zentrum rückt.

Auch bei den Farben für die Kacheln gilt das Motto "Weniger ist mehr": Schlichte Farben und Naturtöne sind im Moment besonders gefragt – alles in allem eine zeitlose Einrichtung, die sich im Grunde jeder Stilrichtung anpassen lässt. Immer wieder gefragt ist der "urige" Typ eines Kachelofens, meist in Weiß mit grünen Kacheln (siehe Foto oben) – der typische Landhaus-Stil. Egal für welchen Ofen man sich letztlich entscheidet, er wird einen höchstwahrscheinlich lang begleiten: Bei richtigem Umgang und regelmäßiger Wartung dieses Wärmespenders können schon einmal 50 Jahre vergehen, bis die ersten Renovierungen – vor allem im optischen Bereich oder auch im Innenleben – anfallen.

Birgit Krenn

Foto

Foto © CONMOTO

Feuerstelle und elegantes Designer-Möbelstück in einem: von ConmotoFoto © CONMOTO

Brennheiß

Das beliebteste Brennholz ist das Holz der Buche. Optimal gelagert – das bedeutet: abgedeckt etwa zwei Saisonen lang – und wegen des hohen Brennwerts sowie dem schönen Flammenbild gilt es als eines der besten Hölzer für Ofen und Kamin.

Foto

Foto © KACHELOFENVERBAND

Der Trend geht ins Schlichte, auffällig aber das große FensterFoto © KACHELOFENVERBAND

Immo-Fotoserien

Homestory: Pförtnerhaus in Krumpendorf 

Homestory: Pförtnerhaus in Krumpendorf

 

Homestorys

Foto: Oliver Wolf

Wie wohnen Sie?

Ein kuscheliges Sofakissen, ein alter Bilderrahmen vom Flohmarkt, nostalgisches Silberbesteck: Zeigen Sie uns Ihr liebstes Möbelstück!

 


Der Maler-Guide

istock
 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang