Energiesparen beim Planen
Kompaktheit: Es gibt eine Reihe von strukturellen Maßnahmen, mit denen man bereits beim Planen Energie sparen kann. "Ein Aspekt ist das kompakte Bauen", erklärt Martin Gruber, Sektionsvorsitzender für Architektur der Ziviltechnikerkammer Steiermark und Kärnten. Das Verhältnis von Oberfläche zu Volumen eines Baukörpers sollte sehr gut sein, denn: "Je höher der Außenflächenanteil ist, desto mehr Aufwand muss in die thermische Performance des Gebäudes investiert werden", so Gruber.
Ausrichtung: Die Ausrichtung eines Hauses kann ebenso zum Energiesparen beitragen. Auf einem guten Baugrundstück sollte es möglich sein, ein Gebäude nach Süden zu drehen. "Wenn man ein Haus nur so ausrichten kann, dass einem nichts anderes übrig bleibt, als sich vom Norden her die Belichtung zu holen, ist das energietechnisch nicht ideal", so Architekt Gruber. "Fenster sind thermisch gesehen der schlechteste Bauteil am Haus und sollten so geplant werden, dass direkter Sonneinfall möglich ist. Fenster im Norden sind zu vermeiden, da es dort keinen energetischen Gewinn gibt."
Detailplanung: Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das wärmebrückenfreie Bauen. Dabei handelt es sich Deckenanschlussbereiche, Fensterstürze, Balkonplatten usw., die dazu führen können, dass Kälte von Außen über die Bauteile nach innen geleitet werden. "Hier muss bei der Planung und Ausführung Wert darauf gelegt werden, dass das nicht passiert", betont der Sektionsvorsitzende der Ziviltechnikerkammer für Architektur Gruber. Besonders wichtig sei dies bei einem Passivhaus: "Das hat keine zusätzliche Heizung mehr undkann Fehler nur schwer kompensieren."




















