Ein Haus für meine Cousine
Was lässt man sich nicht alles für seine Verwandtschaft einfallen. Architekt Martin Mostböck zum Beispiel eine Hausform, die den Bewegungen der Sonne, Mond & Co. folgt.

Foto © UDO TITZDie großzügige Verglasung ermöglicht es, dass die Umgebung und der Garten im Haus "spürbar" werden
Die Form von "My Cousin's House" ist recht ungewöhnlich, hat aber drei gute Gründe: "Sie folgt den Bewegungen der Bewohner, der Sonne und des Mondes", erläutert Architekt Martin Mostböck seine Inspiration. Die Geometrie des Hauses wurde entworfen, um den Baukörper einerseits durch großzügige Fenster an zwei Fassaden zum Garten hin zu öffnen und andererseits soviel Licht wie möglich in die Wohnbereiche zu leiten. "Da das Grundstück nordwest-südöstlich ausgerichtet ist, haben wir die Fenster so ausgedreht, dass die Morgensonne abgeschirmt, jedoch die Abendsonne ins Haus herein kommt", so Mostböck. Somit gibt es ausreichend Schatten, um die natürliche Temperatur in den Lebensräumen kontrollieren zu können. Das ist wichtig, denn das Haus wurde im Passivhaus-Standard mit kontrollierter Wohnraumbelüftung gebaut.
Selbst ist die Cousine
Weiters nicht alltäglich: Das Haus wurde für den Selbstbau konzipiert. "Wir haben dafür einen Styroporstein verwendet, der wie ein Legostein übereinander gestapelt wird", erklärt der Architekt. Dieser Leichtbaustein besteht aus einer Styropor- Außenwand von 20 Zentimetern, einer -Innenwand von fünf Zentimetern, der 20 Zentimeter starke Zwischenraum wird mit Beton ausgegossen. "Mit dieser Art verlorener Schalung kann man Geschoßwände in einem Tag errichten."
Features
Daten & Fakten
Bebaute Fläche: 128 m2
Nutzfläche: 150 m2
Haustyp: Passivhaus
Energiesystem: Gasetagenheizung,
Solarkollektoren für
Warmwasseraufbereitung und
Heizung, kontrollierte Wohnraumlüftung
Budget: rund 225.000 Euro




















