Wenn schon alles in die Höhe wächst ...
... warum nicht auch das Beet? Hochbeete sind etwas für wahrhaft g'standene Gärtner: Gartenpflege ohne lästiges Bücken und im naturfreundlichen Stil, denn im Hochbeet finden alle wertvollen Gartenabfälle ihre Verwendung.

Foto © HOLZBAU HIRSCHBÖCK/BEERGroße und kleine Gärtner dürfen auf gute Ernte in ihrem Hochbeet hoffen
Vielleicht gehören auch Sie zu den Leuten, die bis jetzt die Finger deshalb vom Gärtnern gelassen haben, weil Sie eine knieende Arbeitshaltung ablehnen. Dank Hochbeeten kann man auch stehend oder sitzend in der Erde buddeln und seinen grünen Daumen so richtig entfalten.
Hinter der Idee des Hochbeetes steht jedoch nicht nur die Philosophie gegen das lästige Bücken, sondern auch das Anliegen aller Naturfreunde, die verrottbare Gartenabfälle (Baumschnitt, Herbstlaub, Häckselgut oder Grasschnitt) im eigenen Garten verwerten möchten. Da ein Hochbeet auch nicht umgegraben wird, gibt es kein Durcheinanderwirbeln der Schichtung im Erdreich und der darin gebildeten Fauna – ein Vorgang, der beim naturgemäßen Gartenbau als nachteilig angesehen wird.
Durch seinen Aufbau in mehreren Schichten kann mehr Wärmegespeichert werden als in einem flachen Beet, was so manchem Gärtner bereits Rekordernten beschert hat. Wenn das Hochbeet nach sechs Jahren zusammengesackt ist, kann man es immer noch als Beet ohne Rückenschmerzen weiter benutzen.
Mischkulturen
Am besten wird das Hochbeet im Herbst oder zeitig im Frühjahr angelegt. Wer sich jetzt noch schnell daran macht, kann auf jeden Fall noch Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten auf den Speiseplan bringen.
AUS ERFAHRUNG
VORTEILE:
- Mischkulturen fördern Pflanzenwachstum
und schützen
vor Schädlingsbefall.
- Reichlich Ernte.
- Die durch Verrottung entstehende
Wärme begünstigt
das Gedeihen.
- Verwertung aller "gesunden"
Gartenabfälle.
- Gartenarbeit auch für behinderte
und ältere Menschen.
NACHTEILE:
- Hochbeete müssen in heißen
Sommermonaten viel gegossen
werden.
- Unterschlupf für (Wühl-)Mäuse.
- Handwerkliche Fähigkeiten
zum Bau der Umrahmung.
- Bebauungsplanist zu befolgen.
Bei der Bepflanzung ist es ratsam, sich an die Regeln der Mischkultur zu halten. Kräuter zwischen Gemüse gepflanzt können viel Gutes bewirken – sowohl als Abwehr gegen Schädlinge, als auch zur Geschmacksverbesserung. Solch gute Effekte erzielt man zum Beispiel bei den Tomaten mit Petersilie, bei den Karotten mit Zwiebeln, beim Salat mit Radieschen und Kerbel, aber auch bei den Gurken mit Dill. Und mit Kapuzinerkresse, Tagetes und Ringelblumen ist der Gemüsegarten immer wieder ein erfreulicher Anblick.
Wichtig: In den ersten beiden Jahren dürfen nur Starkzehrer wie Tomaten, Kohl, Sellerie, Lauch, Gurken und Zucchini angebaut werden, um gefährliche Nitratanreicherung zu vermeiden. Schwachzehrer wie Salat und Spinat folgen daher erst im dritten Jahr.
Features
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Bild vergrößern1. Grasoden ausstechen, Umrahmung bauen, Gitter auslegenFoto © HOLZBAU HIRSCHBÖCK/BEER
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Bild vergrößern2. Erst mit Ästen und Zweigen, dann mit den Grasoden befüllenFoto © HOLZBAU HIRSCHBÖCK/BEER
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Bild vergrößern3. Drauf kommt eine Schicht aus Laub oder grobem KompostFoto © HOLZBAU HIRSCHBÖCK/BEER
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Bild vergrößern4. Den Abschluss bildet eine Schicht Erde oder FeinkompostFoto © HOLZBAU HIRSCHBÖCK/BEER


















