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Das Häuschen wird bald fertig sein
Die Norm ist das Maß aller Dinge: In Österreich gilt mit der Ö-Norm B2310 die einzige Fertighaus-Norm in ganz Europa. Die Ausbaustufen, einmal näher betrachtet.

Foto © IStock
Wer im Internet recherchiert, kommt auf verschiedenste Definitionen von Fertighaus-Ausbaustufen: Bausatzhaus, Rohbauhaus, Ausbauhaus, Fertighaus. Fest steht: "Diese Definitionen sind nicht rechtsverbindlich, und die Übergänge sind immer fließend", stellt Christian Murhammer als Geschäftsführer des Österreichischen Fertighausverbandes fest. "In Österreich haben wir aber die einzige Fertighaus-Norm in ganz Europa." Hierzulande werden drei Ausbaustufen unterschieden: "Ausbauhaus", "Belagsfertig" und "Schlüsselfertig".
Mindestleistungen fixiert: Jede dieser Ausbaustufen ist mittels Auflistung über jene Leistungen, die mindestens enthalten sein müssen, festgelegt – auch von den Mitgliedern des Österreichischen Fertighausverbandes. Jedes Unternehmen kann laut Fertighausverband Leistungsumfänge und Arbeiten anbieten und mit dem Kunden vereinbaren, die über die festgelegten Ausführungen hinausgehen. Werden die Mindestanforderungen der Stufe "Ausbauhaus" unterschritten, ist es kein Fertighaus im Sinne der Ö-Norm B2310 – und der Kunde muss darüber informiert werden. Für alle Ausbaustufen gilt: "Im Sinne des Klima- und Umweltschutzes sollten die Gebäude, ungeachtet der Leistungsumfänge, jedenfalls dem Standard eines Klima-aktiv-Hauses entsprechen", sagt Murhammer.
Ausbauhaus. Diese Stufe wählen jene, die handwerklich geschickt sind und sich auf die Hilfe von Verwandten und Bekannten stützen können. Bei der Definition vor mehr als 30 Jahren wurden die anspruchsvollsten Aspekte einkalkuliert, etwa Fenster und Eingangstür müssen bereits vorhanden sein, denn das Haus muss den Standards der Wohnbau-Förderung entsprechen. Achtung: Geld erspart man sich laut Murhammer in dieser Ausbaustufe im Endeffekt kaum!
Belagsfertig. Diese Stufe baut auf das "Ausbauhaus" auf. In dieser zweiten Ausbaustufe, die von angehenden Hausbesitzern sehr oft gewählt wird, muss man nicht mehr spachteln (wie beim Ausbauhaus), kann aber Böden und Wandbeläge selbst anbringen. Inkludiert ist etwa auch die Elektro-Komplettierung. Je nach Ve reinbarung werden von den Firmen auch Leistungen darüber hinaus bereits inkludiert. Dies wird je nach Lust und Laune des Kunden vorab vereinbart.
Schlüsselfertig. Sie wird ihrem Namen gerecht: Bei der Ausbaustufe "Schlüsselfertig" müssen "Bauherren" beispielsweise "nur" noch an die Beleuchtung denken. Der Zählerkasten im Haus ist Sache des örtlich zuständigen, befugten Elektrikers. Tapeten, Fensterbänke, Sanitär, Fliesen, Türen, Treppe, Geländer – alles da! Na dann: Einziehen und loswohnen!
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