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Zuletzt aktualisiert: 10.02.2012 um 14:05 Uhr

Eine Öko-Stadt namens EVA

Gesunde Lebensbedingungen im Einklang mit der Natur, keine Autos, selbstgezogenes Obst und Gemüse, recycletes Abwasser: Ein moderner Stadtteil stellt sich vor.

Es war einmal ein Öko-Dorf ... das sich zu einem international renommierten Vorzeigeprojekt entwickelte

Foto © JOACHIM EBLE ARCHITEKTUREs war einmal ein Öko-Dorf ... das sich zu einem international renommierten Vorzeigeprojekt entwickelte

Städte als Lebensraum werden immer begehrter. Experten gehen davon aus, dass im Jahr 2040 bereits 75 Prozent der Bevölkerung in urbanen Ballungszentren leben werden. Städteplaner und Architekten sind in Zukunft noch mehr gefordert, eine lebenswerte Zukunft für uns zu schaffen.

In einer Siedlung, dem Viertel EVA Lanxmeer in den Niederlanden, wurde Ende der 90er-Jahre damit begonnen, nach ökologischen Maßstäben zu bauen. Das Anwesen soll als Beispiel für eine nachhaltige Stadtentwicklung dienen und den Menschen ein Lebensumfeld zum Wohnen, Arbeiten, für Freizeit und Bildung bieten. Mittlerweile stehen hier gut 250 Häuser, energiesparend gebaut und mit alternativen Energieträgern ausgestattet. Um das Ökosystem zu erhalten, wird das Regenwasser in Teichen gespeichert und das Brauchwasser von Schilfdämmen gefiltert, um es später noch einmal verwenden zu können. Dutzende Becken sammeln das Wasser und bilden einen Lebensraum für Flora und . Mit diesem Wasser werden auch die landwirtschaftlichen Flächen bewässert. Das dort gezogene Biogemüse wird an die Bewohner verkauft.

Sensibilisierung

Die ökologischen Aspekte werden nicht nur proklamiert, sondern auch gelebt. Alle Häuser grenzen an gemeinschaftliche Gärten an. Autos sind auf dem Terrain nicht zugelassen, es gibt zentrale Parkplätze außerhalb des Wohnviertels. Diese Maßnahmen alleine würden jedoch für die erfolgreiche Umsetzung von Nachhaltigkeit nicht ausreichen: Der Schlüssel zum Erfolg ist und bleibt das Umweltbewusstsein aller Einwohner. Würden auch nur wenige unverantwortlich handeln – zum Beispiel aggressive Flüssigkeiten in die Kanalisation schütten – brächte es das Ökosystem zum Kippen. Um die gemeinschaftliche Verantwortung zu fördern, werden die Einwohner laufend bei Meetings, Workshops, in Vorträgen und Diskussionen über die neuesten Entwicklungen in der Siedlung informiert.

Gemeinsames Ziel

Sich für ein Öko-Viertel als Wohnort zu entscheiden, bedeutet darüber hinaus auch, den Austausch zwischen den Generationen zu leben. Im Zeitalter von Internet und Fernsehen ist das tatsächlich eine neue Lebensart, die sich für eine engere Gemeinschaft und mehr zwischenmenschliche Beziehungen stark macht. Der Schlüssel für ein gutes Zusammenleben liegt darin, Orte der Begegnung zu schaffen. Plätze, die von Fahrzeugen vereinnahmt wurden, für die Menschen zurückzuerobern. Aber auch Aufgabenteilung und die gemeinschaftliche Ausübung von Dienstleistungen könnten einen neuen Gemeinschaftssinn entstehen lassen – und den bestehenden Individualismus ablösen. Um gemeinsam im Sinne des kollektiven Wohlergehens zu handeln, braucht man eben die anderen.

Hat man noch vor einigen Jahrzehnten in grenzenloser Fortschrittsgläubigkeit angenommen, dass wir in unseren Tagen von Computern und Robotern umgeben wohnen würden, ohne Alltagssorgen und -mühen, wissen wir heute, dass Themen wie Umwelt, Verkehr und Energie den Alltag dominieren und beeinflussen, wie wir zusammenleben.


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Bild vergrößernEVA Lanxmeer ist ein Stadtteil in Culemborg nahe UtrechtFoto © JOACHIM EBLE ARCHITEKTUR

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Bild vergrößernGrünräume als Naherholungsgebiete und soziale TreffpunkteFoto © JOACHIM EBLE ARCHITEKTUR

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Bild vergrößernAlle Häuser erreichen einen guten Niedrigenergiestatus und sind mit Solar- und Fotovoltaikanlagen ausgestattetFoto © JOACHIM EBLE ARCHITEKTUR

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Bild vergrößernWassermanagement mit Speicherung, Reinigung und VersorgungFoto © JOACHIM EBLE ARCHITEKTUR

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