Wohnvision bis in die unterste Etage
Wem der Sinn nach Fernsicht steht, besucht die Burg Forchtenstein – oder Familie Udulutsch. Die hat sich am selben Berg ihr Haus gebaut mit Panoramablick vom Keller aus.

Foto © GRIFFNER HAUSDer Keller als komplette Wohnebene. Die große Terrasse wird vom Balkon überdacht und somit wetterfest.
Wer das Haus betritt, erfährt auch gleich das zentrale Wohnelement: die uneingeschränkte, hochherrschaftliche Fernsicht ins burgenländische Tal. Das 180-Grad-Panorama prägt das Wohngefühl des ganzen Hauses – und keine Wand, kein Pfeiler behindert den Blick. Gerhard Udulutsch hat sich im Rosaliengebirge, unweit der Burg Forchtenstein, seinen Wohntraum verwirklicht: ein Haus in modernem Öko-Design mit allem Komfort und viel Tageslicht.
Thron auf neun Füßen. Mit seiner einzigartigen Aussicht und einem 30-Grad-Gefälle barg der Hang jedoch auch echte Herausforderungen: Aus baulicher Sicht musste er erst einmal bearbeitet und aufgeschüttet werden. “Nur die Hälfte der Kellerfläche steht auf gewachsenem Boden“, erinnert sich Bauherr Gerhard Udulutsch. Für die andere Hälfte wurde ein Stützfundament mit neun Pfeilern errichtet. Dies lässt unweigerlich die Gedanken an eine Burg wieder aufleben: Denn auf der aufgeschütteten und mit Steinen befestigten Erhöhung wirkt das Haus regelrecht “uneinnehmbar“. Damit auch das Kellergeschoss voll im Dienste der Wohnvision steht, fungiert es praktisch als Erdgeschoss. Zum Garten hin mündet es in eine Terrasse auf dem angelegten Hügel. Hier hat sich die sportliche Familie ihren persönlichen Wellnessraum eingerichtet: mit Sauna, Komfortdusche und Ruheliegen. Die Sauna-Ruheoase nimmt fast ein Drittel der Fläche des Kellergeschosses ein. Daneben liegt das nach Süden gerichtete Büro des Ehepaars. Nur zwei kleine Räume erinnern an einen Keller: der Technik-raum mit Luftwärmepumpe, welche die Fußbodenheizung betreibt, daneben ein Wirtschaftsraum.
Um im Wohnkeller ein besseres Raumklima zu erhalten, wurde die Innenschale des Fertigkellers mit atmungsaktivem Leca-Beton ausgegossen. “Was mir am Haus besonders gut gefällt, ist, dass es total durchdacht ist,“ so Udulutsch, “kein einziges Mal wurde in diesem Keller das Stemmeisen in die Hand genommen und nachträglich gestemmt“. Die 4,2 Tonnen schwere Kellerstiege wurde mittels Laser vermessen und spektakulär mit einem Kran punktgenau eingehoben: Techniken, von denen man einst beim Bau einer Burg nur träumen konnte.
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Bild vergrößernEin Haus in exponierter Lage: Bei guter Wetterlage reicht die Sicht bis zu 100 Kilometer weitFoto © GRIFFNER HAUS


















