Schon wieder leer!
Vor dem Kauf eines Eigenheims oder Baugrundes sollte man seine finanziellen Möglichkeiten gut überdenken – und nicht überschätzen. Ein kleiner Leitfaden.

Foto © ISTOCKDer Traum vom eigenen Zuhause platzt, weil das Geld ausgeht
Zu wenig Eigenkapital. Zum Eigenkapital zählt nur, was wirklich als Bargeld, Guthaben auf dem Sparbuch/Girokonto vorhanden ist oder was als Verkaufserlös von Wertpapieren, Angespartem auf dem Bausparvertrag oder als Rückkaufswert einer gekündigten Kapitallebensversicherung zur Verfügung steht. Zumindest ein Drittel der Gesamtkosten sollte als Eigenkapital bereits vorhanden sein.
Unterschätzung der laufenden Belastungen. Bei Überlegungen, ob man sich einen Kredit leisten kann oder nicht, ist es unerlässlich, die Kredithöhe so zu wählen, dass die sich daraus ergebenden Raten nach einer Einnahmen-Ausgaben-Prüfung bezahlbar sind. Dazu sollte man sein Haushaltsbudget vor einer Kreditfinanzierung ehrlich durchleuchten. Hilfreich: z. B. der AKHaushaltsbudgetrechner.
Unterschätzung der Gesamtkosten. Neben dem Preis für das Grundstück bzw. Haus entsteht eine Reihe von Nebenkosten wie die Grunderwerbssteuer (3,5 Prozent), Maklerkosten (höchstens drei Prozent der Kaufsumme), Notariatskosten (verhandelbar) und etwaige Anschlussgebühren für Wasser, Strom, Kanal usw. Oft wachsen während der Bauphase die Ansprüche oder zusätzliche Anschaffungen werden nötig.
Effektivzinssatz. Bei Krediten nicht nur auf den nominellen Zinssatz achten, sondern auch auf die mit Krediten verbundenen Kosten für Kreditversicherung, Eintragung der Hypothek in das Grundbuch, Kontoführung usw. In Zeiten niedriger Zinssätze ist einzuplanen, dass diese wieder ansteigen können. Bei kurzfristig fix verzinsten Krediten ist nach der Anschlussfinanzierung zu fragen.


















