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Zuletzt aktualisiert: 06.05.2011 um 10:56 Uhr

Der Traum vom eigenen Platz an der Sonne

Wohnung ohne Balkon? Nur wenige wissen, dass man auch nachträglich einen Balkon einbauen kann. Ein Aufwand, der sich auszahlt.

Ein kleines Stück vom privaren Freiluft-Glück. Hier ein Beispiel für ein geselliges Arrangement

Foto © CORBISEin kleines Stück vom privaren Freiluft-Glück. Hier ein Beispiel für ein geselliges Arrangement

Wer den ganzen Tag im Büro oder Geschäft verbringt, der weiß, wie fein es ist, zum Frühstück, zum Abendessen oder am Wochenende etwas Zeit in der Natur zu verbringen. Und was könnte da näher liegen als ein "Zimmer im Freien" in der eigenen Wohnung? Wer noch keinen Balkon hat, kann sich nachträglich einen anbauen. Das ist fürs Erste mit bürokratischem Aufwand verbunden. Es beginnt mit der Überprüfung, ob das Bauvorhaben zulässig ist. Eine Baubewilligung beim zuständigen Amt muss eingereicht werden. Auch sollte abgeklärt werden, ob es seitens des Ortsbild- oder Denkmalschutzes irgendwelche Auflagen gibt. Im dicht verbauten Stadtgebiet ist es komplizierter: Da gibt es Vorschriften über Abstände zum Nachbarhaus, ebenso, dass die Fenster im Geschoss darunter noch ausreichend Licht haben.

Zusätzlich muss eine schriftliche Zustimmung der Miteigentümer eingeholt werden. In der Planungsphase gilt es, sich zu überlegen, wozu man seinen Balkon nützen will. Die Dimension hängt davon ab, ob man zu zweit oder zu viert essen, zwei Liegen aufstellen oder einen Kräutergarten anlegen will. War es bislang üblich, den Balkon als schmalen Steg über die Hausfront laufen zu lassen, bekommt die Tiefe des Balkons eine immer größere Bedeutung für die Nutzung Für den Anbau eines Balkons bieten sich drei konstruktive Möglichkeiten an: Eine abgespannte oder unterstützte Rahmenkonstruktion mit Holzbelag, eine auskragende Betonkonstruktion oder eine mit Stützen selbst stehende Balkonkonstruktion. Wer nicht auf den Baustoff Stahl angewiesen sein möchte, für den gibt es auch Holz oder Aluminium. Immer mehr Leute tendieren heute zu Aluminium.

Es ist zwar teurer, aber nicht so pflegeintensiv wie Holz. Außerdem können Bauteile in Aluminium wesentlich schlanker dimensioniert werden als in Holz. Auch bei Fertigteilhäusern können nachträglich Balkone angebracht werden. Dabei ist es günstig, dass die Baupläne des Objekts zur Verfügung stehen. Wer nachträglich größere Arbeiten machen will, sollte sich beim Hersteller des Objektes informieren, ob man das Vorhaben – wie geplant – auch ausführen kann.


Auf einen Blick

Nachrüsten.
Balkone können nachträglich eingebaut werden. Voraussetzung ist eine Baubewilligung

Planen.
Die Größe des Balkons sollte sich nach der Nutzung richten.

Ausführen.
Ein Zimmereibetrieb informiert über die konstruktiven Möglichkeiten. Beim Fertigteilhaus sollte man sich mit dem Hersteller absprechen.

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