Fantasien im grünen Bereich
Abseits von Pflanzen schaffen Materialien wie Holz, Stein, Cortenstahl, aber auch Beton für Abwechslung im Garten. Ein durchdachtes Konzept bringt den Erfolg.

Foto © Wie man sich bettet, so genießt man: Der Garten wird heute ebenso möbliert wie eine Wohung
Hummeln brummeln in den Rosenbeeten, es duftet nach Lavendel. Im Hintergrund ist das Plätschern von Wasser und das Klimpern von Kaffeetassen zu hören. Am liebsten möchte man sich auf die Holzbank unter die Kastanie setzen, ein Stück Kuchen bestellen, sich vom Rauschen der Blätter einlullen lassen und nie mehr von diesem Platz verschwinden. "Der typische Nutzgarten hat sich in den vergangenen 20 Jahren zum Genussgarten entwickelt", erklärt Gartenarchitektin Gertraud Monsberger. Das Thema boomt. Erst gestern bekam sie drei Aufträge für Planungen von Privatgärten.
"Ich rate, den Garten in mehrere Räume zu unterteilen, die sich thematisch unterscheiden." Dazu verwendet Monsberger Natursteinmauern, Holz- oder Stahlwände, Segeltücher oder Betonblöcke. "Wenn man die Räume begeht, richtet sich der Blick immer wieder woanders hin, in einen kleinen Heckengarten oder zu einem Wasserbecken." Die Materialvielfalt im Garten ist in der jüngsten Zeit sehr gewachsen. Als Richtwert kann man davon ausgehen, dass 20 Prozent der Herstellungskosten die Pflanzen ausmachen, der Rest ist Materialeinsatz von Holz, Stahl, Naturstein, Kunststoff, Beton – und nicht zu vergessen: Licht und Bewässerung.
"Ich bin ein absoluter Natursteinfan, nicht zuletzt, weil es eine so große Auswahl gibt", sagt Berger. In Kombination mit Holz oder Cortenstahl, der rostig wird und eine natürliche Patina bekommt, wirkt Stein zeitlos, lebendig und fügt sich gut in den Garten ein. "Zu klaren und modernen Gebäuden verwende ich im Garten auch gerne Beton." Dieser lässt sich je nach Geschmack auch gut gestalten: als Sichtbeton mit glatter Oberfläche, sandgestrahlt mit Natursteincharakter oder strukturiert mit Besenstrich. Das Gesamtensemble macht die Atmosphäre aus: "Die Konzeptarbeit gehört in die Hand eines Profis, um ein stimmiges Ganzes zu schaffen", so Monsberger.


















