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Zuletzt aktualisiert: 18.03.2011 um 12:48 Uhr

Zauberhaft Wohnen über der Trauflinie

In der Früh aufstehen und sich die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Wie man seinen Wohnträumen unter der Dachschräge Schritt für Schritt näher kommt.

Mitten in der Sadt: Wohnendyll  im Grünen

Foto © BLOTTNER VERLAGMitten in der Sadt: Wohnendyll im Grünen

Dachräume sind geheimnisvoll. Das liegt wohl an ihrer besonderen Lage zwischen Himmel und Erde. Aber auch daran, dass ihre Existenz und Ausdehnung von außen oft nur erahnt werden kann. Ursprünglich von armen Leuten oder Künstlern bewohnt, sind Dachwohnungen ebenso wie ihr mondänes Pendant, das Penthouse, längst zu den teuersten Wohnungen des Hauses avanciert. Der Dachboden bietet viele Besonderheiten und wird durch freiliegende Balken, großzügige Fensterflächen und die schrägen Dachflächen zum attraktiven Wohnraum. Von der Rumpelkammer bis zur Wohnung bedarf es allerdings einer gründlichen Planung.

Zunächst sollte man sich erkundigen, ob es festgesetzte baurechtliche Bestimmungen für den Ausbau des Dachbodens gibt undwelche Vorschriften genau einzuhalten sind. Alle Informationen sowie eventuell benötigte Baugenehmigungen erhält man beim zuständigen Bauamt. Hier können Beamten Auskunft über Nutzungsänderungen und die damit verbundenen Anträge geben. Sind die Behördenwege erledigt und die nötige Genehmigung erteilt, können Sie sich nähere Gedanken machen. Je nachdem, wie der Dachboden zukünftig genutzt werden soll, werden möglicherweise neue Anschlüsse für Toilette oder Küche fällig. Bei der Feinplanung gilt es unter anderem einige ÖNORMEN einzuhalten. Danach sollten zum Beispiel Mindestbelichtungsflächen eingehalten werden, denn nur ausreichend Sonnenlicht schafft eine Wohlfühlatmosphäre.

Wer unter dem Dach ein Optimum an Wohnkomfort umsetzen möchte, kommt an professioneller Tageslichtplanung nicht vorbei. Es sind vor allem Licht und Atmosphäre, die das Dachgeschoß zur attraktivsten Etage macht. Damit der Wohnraum unter dem Dach im Sommer nicht Saunatemperaturen hat, sollte für ausreichend Beschattungsmöglichkeiten durch Jalousien und Rollos gesorgt werden. Für ein angenehmes Ambiente unter dem Dach ist eine ausreichende Dämmung mit Dampfsperre zwingend notwendig. Bei der Konstruktion des Fußbodens sollte möglichst eine ausreichende Trittschalldämmung verwendet werden.


TIPPS FÜR DACHFENSTER

Die Fensteroberkante ist entscheidend für die einfallende Lichtmenge. Es gilt die Faustregel: Je höher sie ist, desto mehr Licht kommt in den Raum; deshalb sollte sie unter dem Dach nicht unter 200 Zentimeter über dem Fußboden liegen.

Die Fensterunterkante ist entscheidend für den Ausblickkomfort. Je niedriger sie liegt, desto besser ist der Sichtkontakt zur Außenwelt. Die Oberkante der Fensterbrüstung sollte 90 Zentimeter über dem Fußboden liegen, jedoch bei Dachfenstern mit Unterbedienung auf 120 Zentimeter korrigiert werden, um ein bequemes Handling zu ermöglichen.

Die Fensteranordnung ist nicht nur wichtig für die Helligkeit in den Räumen, sondern auch für eine optisch ansprechende Gestaltung der Fassade und Dachlandschaft.

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Foto © BLOTTNER VERLAG

Bild vergrößernDer verglaste Giebel bietet freien Blick auf die UmgebungFoto © BLOTTNER VERLAG

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