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    Zuletzt aktualisiert: 18.03.2011 um 12:11 Uhr

    Sicherheit mit Umsicht und moderner Technik

    Ín vielen Fällen ist es die Gelegenheit, die Diebe macht. Das richtige Verhalten und zeitgemäße Technik können einen Einbruch verzögern oder sogar verhindern.

    Absolute Einbruchsicherheit gibt es nicht. Mit moderner Technik kann man Einbrechern ihre Arbeit aber schwer machen

    Foto © Absolute Einbruchsicherheit gibt es nicht. Mit moderner Technik kann man Einbrechern ihre Arbeit aber schwer machen

    Einbrecher haben vieles. Nur keine Zeit. Alles muss schnell und leise gehen. Das Aushebeln der Tür, das Eindrücken der Fenster und das Knacken des Schlosses. Jede Sekunde, die man mit den verschiedensten Sicherheitsvorkehrungen dem Einbrecher abringt, ist ein Schritt näher zu seinem Aufgeben. Das bestätigt auch Rudolf Lechmann von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Graz: "Es gibt eine Vielzahl an Sicherungsmöglichkeiten, die dem Täter Zeit kosten. Ein Zusatzschloss ist das Mindeste, was heutzutage an einer Wohnungstür angebracht sein muss."

    Die Tür ist der Hauptangriffspunkt bei Wohnungseinbrüchen. Sie muss mehrfach schichtverleimt und dementsprechend massiv sein. Der Schließzylinder darf nicht über den Beschlag hinausragen, damit er keinen Angriffspunkt für den Einbrecher bietet. Der Beschlag selbst muss aus massivem Material, am besten aus Stahl, sein, damit er nicht weggebogen oder sonstwie abmontiert werden kann. Der Zylinder sollte mit einem Aufbohr- und Kernziehschutz versehen sein.

    "Übrigens soll man alte Schließzylinder nach einer gewissen Zeit tauschen, weil sie ausleiern können und so einen Einbruch erleichtern", gibt Lechmann zu bedenken. Moderne Sicherheitstüren haben zumindest eine Drei-oder sogar eine Fünffachsicherung gegen das Eindrücken der Tür. Auch die Scharniere sind gegen Aushebelversuche gesichert. Der Rahmen, der aus Metall bestehen soll, muss fest mit dem Mauerwerk verankert sein. Zusatzschlösser und innen über die gesamte Türbreite reichende Balkenriegel sorgen für zusätzliche Sicherheit bei bestehenden Türen. Natürlich ist es aber das Beste, sich eine Tür mit höchsten Sicherheitsstandards einzubauen. Diese werden in Widerstandsklassen, aufsteigend von eins bis sechs, eingeteilt. Widerstandsklasse bietet nur Schutz gegen Einbruchversuche mit körperlicher Gewalt, an Klasse sechs beißen sich auch Täter mit professionellem Werkzeug die Zähne aus.

    "Wir empfehlen mindestens Widerstandsklasse drei bei Türen", rät Rudolf Lechmann. Richtiges Verhalten Bei Häusern werden die meisten Einbrüche über die Balkontür oder die Fenster begangen. Hier ist besonders der Schutz gegen das Aufdrücken gefragt. Das verhindern sogenannte Pilzzapfen. Kleine Metallstifte mit verbreitertem Kopf, die bei geschlossenem Fenster in ein Gegenstück am Rahmen einrasten. Spezielles Verbundsicherheitsglas und Zusatzsicherungen wie Fensterkippsicherungen oder Tresorverriegelungen, die das Fenster mit dem Rahmen verbinden, bringen ein Mehr an Sicherheit.

    Doch was nützt die beste Tür, wenn sie offen steht? Türen müssen beim Weggehen immer zugesperrt werden. Auch wenn es an der Außenseite nur einen Türknauf gibt. Das Verstecken des Schlüssels unter der Fußmatte ist natürlich ebenfalls tabu. Fenster dürfen auf keinen Fall gekippt sein. Zeichen längerer Abwesenheit, wie überquellende Briefkästen oder Tonnen von Prospektmaterial müssen ebenfalls beseitigt werden. Hier ist Nachbarschaftshilfe gefragt. Überhaupt passieren viele Einbrüche auch deshalb, weil sich der Täter sicher sein kann, dass sich niemand für sein Werken interessiert.


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