Mitternächtliche (Klopf-)Geräusche
Von lästigen Nagern und klitzekleinen Bohrern und wie man sie bei gutem Wind wieder los wird.

Foto © BegsteigerSiebenschläfer haben einen guten
Nächtliches Klopfen, Trippeln und Huschen. Geräusche, die die Haare zu Berge stehen lassen! Nur keine Angst, es sind keine Poltergeister im Dachboden eingezogen – dafür aber ohne Zweifel kleine Plagegeister. So süß Mäuse oder Ratten im Käfig sind, so niedlich Eichhörnchen, die von Ast zu Ast springen, so interessant Fledermäuse, wenn sie ihre nächtlichen Runden ziehen – wer Tiere wie diese im eigenen Dachboden beherbergt, lebt nicht sicher. Der Dachboden ist gern genutzter Stauraum. Wenn jedoch der Mader im Gebälk wohnt und alles anbeißt, was nur irgendwie appetitlich aussieht, wenn Tauben den Fußboden mit in der Nase stechendem Kot verunzieren oder sich gar Holzschädlinge durch das Gebälk fressen, ist guter Rat teuer. Letztere können die tragenden Elemente so nachhaltig schädigen, dass einem irgendwann buchstäblich die Decke auf den Kopf fällt.
Und falls Ratten oder Mäuse zu intensiv an Stromkabeln nagen, können die ungebetenen Untermieter uns sogar Feuer unter dem Dach machen. Junge Siebenschläfer balgen sich gerne mit ihren Geschwistern. Natürlich mitten in der Nacht. Wobei viele Menschen diese Tierchen aus der Familie der Schlafmäuse als Hausgenossen schätzen. Wer sie loswerden möchte, sollte zu einer Lebendfalle greifen und das Tier dann fünf bis zehn Kilometer vomHaus entfernt freilassen, denn sonst ist es am selben Abend wieder da! Marder sind nicht nur lauter als Siebenschläfer, sie riechen auch penetrant. Meist verlassen sie jedoch selbst das Haus, nachdem sie ihre Jungen großgezogen haben. Wenn man ihre Zugangslöcher verstopft, suchen sie sich für gewöhnlich ein neues Zuhause.
Zwergfledermäuse verunreinigen den Boden, stehen in vielen Ländern aber unter Artenschutz. Wer sie aussperrt oder vertreibt, kann sich strafbar machen. Holzwürmer, die ja eigentlich Käfer sind, gehören zu den unangenehmsten Mitbewohnern. Der Gemeine und der Bunte Nagekäfer ("Totenuhr") gehören zu den bekanntesten Arten. Holzwürmer in Möbeln vertreibt man mit Präparaten aus dem Handel. Sitzen sie im Dachstuhl, muss auf jeden Fall ein Spezialist zu Rate gezogen werden.


















