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Zuletzt aktualisiert: 01.10.2010 um 10:23 Uhr

Ins rechte Licht gerückt

Licht wird dynamisch: Zeitgemäße Beleuchtung kann Räume modellieren und Raumszenen inszenieren. Die klassische Leuchte bleibt – als Eyecatcher.

Eine beleuchtete Decke vermittelt angenehmes Raumklima

Foto © Eine beleuchtete Decke vermittelt angenehmes Raumklima

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde eine Zimmerbeleuchtung mit einem zentralen Lichtausgang in der Mitte der Decke für den gesamten Raum gelöst. Als Kriterium galt die mittlere Beleuchtungsstärke. Der Trend zu multifunktionalen und offenen Wohneinheiten hat neue Anforderungen an die Beleuchtung gestellt: Auf der einen Seite gibt es einen Essbereich mit Tisch, auf der anderen Seite einen Flur als Übergang und dahinter einenWohnbereich. Gefragt ist eine Beleuchtung, die sich an den tatsächlichen Nutzungen des Raumes orientiert und jedem Raum seine eigene Lichtqualität gibt. Raumzonen, die eine reine Lichtwirkung brauchen, werden indirekt beleuchtet oder vorzugsweise mit kaum wahrnehmbaren Einbauleuchten bestückt, andere Zonen verlangen nach einer auffälligen Leuchte als eyecatcher. Es gibt tolle Beispiele von Leuchten – fünf davon schweben auf dieser Seite – in denen sich das Licht eindrucksvoll in Szene setzt und deren Design ein wesentlicher Bestandteil der Lichtwirkung ist.

Mit einer Beleuchtungssteuerung können "Raumszenen" gespeichert werden. Ein modernes Steuerungssystem kann etwa 16 verschiedene Lichtszenen von 64 Leuchten speichern. Voraussetzung für Einbauleuchten und ein Steuerungssystem ist eine schendecke. Selbst wenn Deckenbeleuchtung unerwünscht oder unerlaubt ist – wie bei denkmalgeschützten Räumen – kann man heute einen Raum ohne weiteres von der Wand aus indirekt durch eine asymmetrische Lichtverteilung beleuchten: Das Leuchtmittel strahlt dann mittels Reflektortechnik vier bis fünf Meter in den Raum hinein.

Es ist sinnvoll, wenn in der Planungsphase schon darauf geschaut wird, wo die Möbel stehen und darauf abgestimmt ein Beleuchtungsplan erstellt wirrd. Hinterher ist man sonst sehr eingeschränkt. Man bedenke: Wie wir Dinge sehen, hängt eben von dem Licht ab, in dem wir sie betrachten.


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