Sanieren & kassieren boomt
In Rekordzeit war der Fördertopf zur thermischen Sanierung leer. Jene 3300 auf der Warteliste bekommen aber auch ihr Geld.

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Diese Konjunkturspritze hat ihre Wirkung offenbar nicht verfehlt. In nur zehn Wochen haben die Österreicher den mit 50 Millionen Euro gefüllten Fördertopf für die thermische Sanierung "leergeräumt". Doch ebenso riesig wie der Andrang der Häusl-Sanierer, die im Rahmen dieses Konjunkturpaketes im Schnitt 4400 Euro Zusatzförderung erhalten, war die Enttäuschung jener, die mit ihrem Antrag zu spät dran waren. Doch auch jene 3300 Betroffenen auf der Warteliste werden Geld vom Bund erhalten, verspricht Umweltminister Niki Berlakovich. Das Geld für die "Zuspätgekommenen" werde durch interne Umschichtungen bereitgestellt, versichert er.
Der beabsichtigte Nutznießer war neben den Hausbesitzern die Baubranche. Immerhin hat die Zusatzförderung die Österreicher dazu bewegt, insgesamt 600 Millionen Euro in Sanierungs-Maßnahmen (z.B. Dämmung der Außenwände oder Fenstertausch) zu investieren.
Ob Bau-Innung, Bau-Gewerkschaft oder Holzbranche: Naturgemäß fordern sie alle nun die Fortsetzung dieser Bundesförderung. Hier winken jedoch Berlakovich und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner ab: "Es wird kein weiteres Konjunkturpaket geben", so Mitterlehner.
Weiterhin Geld vom Land
Das heißt aber nicht, dass es für Heizkesseltausch, Wärmedämmung, Solaranlagen-Einbau & Co ab sofort kein Geld mehr gibt. Denn in der Steiermark zum Beispiel laufen die diesbezüglichen Landes-Förderungen (Anlaufstellen siehe Infokasten links) ganz normal weiter. Und auch hier gibt's seit Februar einige Neuerungen im Zuge der "Ökologischen Wohnbauförderung Neu" (seither gibt es auch Direktförderungen und nicht nur Kreditzuschüsse). Laut Wohnbaulandesrat Hans Seitinger konnten durch diese neue Förder-Praxis die Steirer schon animiert werden, 116 Millionnen Euro in Sanierungen zu investieren.
LIG investiert 310 Millionen
Auch das Land selbst schraubt in den nächsten Jahren die Bau-Investitionen ordentlich nach oben. Die Landesimmobiliengesellschaft (LIG) - sie ist als ausgegliederte Gesellschaft für rund 420 Landesgebäude zuständig - wird in den nächsten fünf Jahren mehr als 300 Millionen Euro hauptsächlich für Sanierungen in die Hand nehmen. "Rund 62 Millionen sind pro Jahr geplant", so die beiden LIG-Chefs Werner Erhart-Schippek und Albrecht Erlacher. Das ist jährlich fast dreimal so viel als bisher.
Den größten Aufholbedarf habe man bei der Renovierung der Landwirtschafts- und Hauswirtschaftsschulen, sowie bei den Landesjugendheimen und Landespflegeheimen, so Erlacher.
Die größten Vorteile aus dieser Sanierungsoffensive zieht nicht nur die Baubranche, sondern das Land selbst - weil die laufenden Betriebskosten in den Folgejahren deutlich schrumpfen werden. >/p>
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Die Bundes-Förderung
Rasch handeln: Der Fördertopf ist beschränkt. Voraussetzung ist der Energieausweis und das Gebäude muss vor 1. 1. 1999 errichtet worden sein; die maximale Förderung beträgt 5000 Euro (weitere Förderungen vom Land sind nicht ausgeschlossen). Bis 31. 12. 2010 ist bei der Kommunalkredit Public Consultig GmbH anzusuchen.


















