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Zuletzt aktualisiert: 18.02.2009 um 16:50 UhrKommentare

Heute plan ich, morgen bau ich, übermorgen ...

... bau ich kostengünstig um. Ach, wie gut, dass jeder weiß, dass man viel Geld sparen kann, wenn man bei der Planung seines Hauses auch an morgen denkt.

Wer sein Haus heute plant, sollte sichergehen, dass es auch zukünftigen Wohnbedürfnissen entsprechen kann

Foto © BegsteigerWer sein Haus heute plant, sollte sichergehen, dass es auch zukünftigen Wohnbedürfnissen entsprechen kann

"Eigentlich sollte man zwei Häuser bauen. Das erste, um zu lernen, was man beim zweiten besser machen kann", lautet eine alte Häusl­bauerweisheit. Natürlich ist man hinterher immer gescheiter und würde viele Dinge ganz anders machen. Denn: Lebenssituationen ändern sich immer wieder. Und mit ihnen die Bedürfnisse beim Wohnen. Die Größe der Familie kann variieren, weil Kinder kommen (und auch wieder gehen) oder weil ältere Familien­mitglieder zu betreuen sind.

Oft ändern sich im Lauf der Zeit auch die Ansprüche. Auf der Wunschliste stehen dann Luxusgüter wie Swimmingpool, Wintergarten oder die Wellness­oase im Keller. Alles Dinge, die mit dem ursprünglichen Zweck des Hausbaues, nämlich der Befriedigung der eigenen Wohnbedürfnisse, nur noch am Rande zu tun haben. Doch nicht nur der persönliche Weitblick, sondern auch wirtschaftliche Aspekte können ein Grund für vorausschauende ­Planung sein. Nicht jeder kann es sich leisten, sofort sein Traumhaus auf die grüne Wiese zu stellen. Oft ist es notwendig, den Baufortschritt nach dem Kontostand auszurichten.

Man sollte deshalb schon bei Planungsbeginn sein Raumprogramm hinterfragen: Was wird unbedingt benötigt und was hat noch Zeit? Kann man sich mit der Erfüllung des erfrischenden Bades im Swimmingpool noch ein bisschen Zeit lassen und stattdessen nur die nötigen Verrohrungen vornehmen, um den Pool später einfach und rasch anzubauen? Auch der Wintergarten könnte am Anfang nur eine ganz normale Sonnenterrasse mit solidem Fundament sein, auf dem später der heiß ersehnte Wintergarten errichtet wird. Braucht man wirklich jetzt schon den Platz für den geplanten Familienzuwachs oder könnte man nicht mit Alternativen wie Zubauten oder Ausbau des Dachbodens den in Zukunft steigenden Platzbedarf decken? Möglichkeiten, sein Haus den sich ändernden Anforderungen anzupassen, gibt es viele.


Flexibel Bauen

Zubau: Muss bei der Baubehörde eingereicht werden. Es gelten die gleichen Vorschriften bezüglich Bebauungsdichte und Gebäudeabständen wie bei Neubauten. Die Lage des Hauses ist deshalb besonders wichtig. Ein guter Zubau ist optisch nicht auf den ersten Blick als solcher erkennbar.

Ausbau: Beim Dachbodenausbau sind die gute Dämmung des Daches, die günstige Platzierung der Fenster, die Raumhöhe sowie die Strom- und Wasserinstallation wichtig.

Rückbau auf mehrere Wohneinheiten: Zukünftige Türen, Fenster und Zwischenwände sowie Installationen müssen berücksichtigt werden.

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