Jeder zweite Kärntner will ein Haus besitzen
Der Wohnklassiker "Haus im Eigentum" erlebt in Kärnten ein Comeback. Einer der Gründe: Man entflieht früher dem Elternhaus und der Miete.

Foto © AP/MontageMit dem Eigenhaus wollen viele der Miete entfliehen
Die Jungen ziehen früher von zu Hause aus, die Mitt-Dreißiger wollen die Miete nicht mehr blechen. Die Kärntner Bevölkerung ändert ihre Lebens- und Wohngewohnheiten und das wirkt sich nun auch auf den Immobilienmarkt aus.
Comeback. Der Wohnklassiker Haus im Eigentum erlebt hierzulande ein Comeback wie in keinem anderen Bundesland. Wollten noch 2004 knapp 35 Prozent der Kärntner ein Haus kaufen, so wollen es nun 45 Prozent. "Fast jeder zweite Kärntner sucht also ein Haus", sagt Alexander Ertler, Geschäftsführer von Österreichs größter Immobilienplattform Immobilien.Net. Wohnflächen von 130 bis 180 Quadratmeter werden dabei am stärksten nachgefragt - eine geringere Fläche als noch vor wenigen Jahren.
1000 Quadratmeter. Bei den Grundstücksgrößen kalkulieren die Kärntner ebenfalls sparsamer: "1000 Quadratmeter sind meist schon das Höchste der Gefühle", sagt Gerhard Barta, Präsident des Immobilienrings Kärnten. Man wolle eben nicht mehr so viel Rasen mähen und so viel Zeit investieren. Die Preise sind relativ moderat. Häuser kosten in Klagenfurt und Villach im Schnitt 1900 Euro pro Quadratmeter. Und das sind schon die "hochpreisigsten", weil beliebtesten Wohngegenden - vor allem das Umland boomt. Der Durchschnitt-Quadratmeterpreis fürs ganze Land beträgt 1429 Euro. Ertlers Folgeschluss: "In Kärnten kann man günstig wohnen."
Boom hinter sich. Während auch die Suche nach Eigentumswohnungen in Kärnten steigt, geht es mit einer der ehedem beliebtesten Immobilienarten bergab: Nach einer Mietwohnung suchen nur noch knapp 15 Prozent der Wohn-Interessenten. Und Reihenhäuser haben ihren Boom hinter sich: Nur noch drei Prozent sehen sich danach um. Durch den Trend zu Single- und Zwei-Personenhaushalten steigt der Bedarf an Flächen zwischen 50 und 75 Quadratmetern. "Die Garçonnièren gehen zurück. Sie werden auch für Anleger unattraktiv", sagt Immobilienhändler Barta.
Features
Ossis kommen
Zweitwohnsitze werden in Kärnten stark nachgefragt. Neben den hochpreisigen Gebieten zieht die Nachfrage auch in Kärntens kleineren Schigebieten wieder an.
Der Mittelstand aus dem deutschen Osten wächst und kauft sich immer öfter auf der Simonhöhe, der Innerkrems oder der Gerlitzen ein. Dort
Diese Öffnung der Märkte tut Kärnten laut Experten gut. Denn die neuen Zweitwohnsitz-Inhaber nützen wieder der lokalen Bevölkerung.




















