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Zuletzt aktualisiert: 29.06.2007 um 14:37 Uhr

Was man beim Wohnungskauf beachten sollte

Was für den Wohnungskauf spricht, weshalb Sie jetzt kaufen sollten und mit welcher Immobilie Sie garantiert richtig liegen.

Foto © www.pixelio.de

Die Dürrejahre der Immobilienbranche sind längst vorbei. "Aus unserer Sicht gibt es einen kontinuierlichen Preisanstieg bei Immobilien, wobei die Schere immer weiter auseinander geht", sagt etwa Roland Jagersbacher, Landesleiter der s-Real Steiermark. Um Wohnversorgung gehe es nämlich längst nicht mehr: "Wohnungssuchende wollen sich verbessern". Konkret gehe es meist um eine Vergrößerung der Wohnung. "Das Wohnungsangebot wird langsam wieder knapper", ergänzt Raiffeisen Immobilien-Chef Nikolaus Lallitsch. Nach dem Rekordneubau Ende der 90er-Jahre sei die Produktion zurückgegangen, was auch mit einer Verknappung der Fördermittel zu tun habe. "Die Preise werden mittelfristig also sicher steigen. Ein guter Zeitpunkt, zu kaufen".

Lage, Lage, Lage. Die Hitliste der begehrten Wohnbezirke in Graz führen Geidorf, Leonhard, Andritz und St. Peter an - "wobei St. Peter durch die Verkehrssituation bereits schwierig geworden ist", wie Jagersbacher hinzufügt. Die gute Lage lässt sich mittlerweile aber nicht mehr auf einzelne Bezirke beschränken. "Die Leute haben viel engere Mikrokosmen als noch vor ein paar Jahren", bringt es Lallitsch auf den Punkt. Habe früher allein eine Prestige-Adresse in Geidorf gezählt, seien heute dank verbesserter Infrastruktur und Nahversorgung auch Lagen in Bezirken wie Eggenberg oder Liebenau gefragt.

Strenge Rechnung. Der Konsument ist mündiger und besser informiert als noch vor ein paar Jahren, sind sich die Experten einig. "Der Wohnungskauf war früher viel emotionsbezogener, heute wird das Kosten-Nutzen-Verhältnis genau abgewogen. Es geht um Werterhaltung und geringe Energiekosten," meint Gerd Nemetz vom Realbüro "Dr. Max Huber". "Die Leute machen sich Gedanken über die Nachnutzung ihrer Immobilie. Was passiert, wenn sie den Job wechseln, beruflich in eine andere Stadt müssen oder sich die Familienverhältnisse ändern? Wir werden immer wieder gefragt, ob sich die Wohnung dann noch gut verkaufen lässt".

Wertanlage. Die Zyklen, in denen Kunden denken, verkürzen sich. Das Mehrgenerationenhaus ist ein "Märchenschloss", wie es Lallitsch formuliert. Heute sei es schon ein Glück, wenn ein Pärchen bis zum Einzug in die neue Wohnung noch zusammen ist." Damit sei auch die Immobilie immer häufiger als Ware auf dem Markt. Eine Tatsache, die gut zum Trend passt, die Wohnung auch als Kapitalanlage zu sehen. "Seit zwei Jahren gibt es eine verstärkte Nachfrage von Anlegern, die eine Immobilie um 70.000 bis 130.000 Euro kaufen", berichtet Patricia Reisinger von "Immobilien am Geidorfplatz" und Vertreterin der Makler in der Wirtschaftskammer Steiermark. Empfehlenswert für diese Klientel: "Vor allem Wohnungen rund um die Universitäten der Stadt oder in der Nähe der FH. Hier ist das Mietausfallsrisiko am geringsten". Der Markt für derartige Anlegerobjekte sei gut.


Im Trend

Gewinner. Das linke Mürztal, besonders St. Marein, gewinnt laut Raiffeisen-Immobilienexperten an Attraktivität. "Als Ort mit hoher Lebensqualität und leichter Erreichbarkeit für Kapfenberger und Brucker".

Zweiter Trend. Eine Renaissance erlebt die Sommerfrische im Hochschwab-Gebiet, in Bad Aussee und in der Dachstein-Tauern-Region. Gleicher-
maßen im Aufwärtstrend: die Thermenregion in der Oststeiermark.

Zuzug. Laut Experten-
aussagen ebenfalls im Aufwärtstrend: Schladming, Murau und der Großraum Leibnitz.

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