Hauptsache, gut gedämmt! Fassaden-Dämmstoffe im Überblick
Ökologie zahlt sich aus: Warum billig nicht automatisch gut ist und worauf Sie bei der Verarbeitung unbedingt achten sollten.

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Polystyrol ist in Form so genannter EPS-Platten der bekannteste und am weitesten verbreitete Dämmstoff. Es ist billig, einfach zu verarbeiten, feuchtebeständig, resistenz gegen Ungeziefer - und dämmt unzweifelhaft. Eines ist das Erdöl-Raffinerieprodukt aber sicher nicht: ökologisch vertretbar. Und, was leider viel zu selten bedacht wird: "EPS kann keine Feuchtigkeit aufnehmen", warnt der Baumeister und Baubiologe Heribert Hegedys.
Schimmel begünstigt. Bei Baunässe und hoher Restfeuchte im Mauerwerk bringe EPS also mehr Schaden als Nutzen, weil es Schimmel und Wasserschäden aller Art begünstige. Untersuchungen von Lichtenfelser Wissenschaftlern zufolge schneiden EPS-gedämmte Fassaden im Vergleich mit Holzweichfaserplattenfassaden außerdem deutlich schlechter ab: "Weil EPS wesentlich weniger Masse besitzt", erklärt der Baumeister.
Der finanzielle Aufwand. Wer aus Kostengründen EPS wählt, könnte also unversehens draufzahlen. Zumal der Preis für die Dämmung zu zwei Dritteln aus Arbeitskosten besteht. "Nur ein Drittel ist das Material", sagt der Experte. Konkret seien zur Zeit für EPS-Platten, deren Kosten mit dem Erdölpreis schwanken, bei Firmen im Grazer Umland 46 Euro pro Quadratmeter zu bezahlen. "Hinzu kommen noch 5 Euro für die Baustellenerrichtung, das macht für die fertige 16 cm-Fassadendämmung in Polystyrol 51 Euro pro Quadratmeter (exklusive Mehrwertsteuer)".
"Nicht besonders versiert". Bei Mineralfaser- und Mineralschaumplatten liege der Wert im Vergleich dazu bei 70 Euro. Kork komme auf 75 Euro pro Quadratmeter. Und Holzweichfaserplatten liegen bei 95 Euro pro Quadratmeter."In Graz sind die Preise im Schnitt um 30 Prozent höher", sagt Hegedys und ergänzt: "Die Grazer sind in Sachen Ökologie leider auch nicht besonders versiert".


















