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Zuletzt aktualisiert: 01.03.2013 um 14:06 UhrKommentare

Andreas-Hofer-Platz: Siegerprojekt vorgestellt

Nun liegt der Ball bei der zur Alpine Bau GmbH gehörenden Acoton, wo man mit der Realisierung der 50 Mio. Euro-Investition ab Anfang 2014 rechnet.

Andreas-Hofer-Platz soll umgebaut werden

Foto © Thomas Pucher Andreas-Hofer-Platz soll umgebaut werden

Der Grazer Andreas-Hofer-Platz, wenige Schritte vom Hauptplatz entfernt, soll aus dem Mauerblümchen-Dasein geholt werden: Am Freitag wurde das Siegerprojekt eines Architekturwettbewerbs vorgestellt, das als Ansammlung verschieden dimensionierter Kuben den Anforderungen in dieser sensiblen Lage am besten gerecht wurde. Nun liegt der Ball bei der zur Alpine Bau GmbH gehörenden Acoton, wo man mit der Realisierung der 50 Mio. Euro-Investition ab Anfang 2014 rechnet.

Wie Bürgermeister Siegfried Nagl (V) sagte, ist der Andreas-Hofer-Platz derzeit "nicht gerade ein städtebauliches Aushängeschild": Am linken Murufer gelegen, beherbergt er in erster Linie eine Garage und einen Busparkplatz mit sehr unterschiedlicher Umgebungsbebauung. Wo nach dem Abriss des Karmelitinnenklosters 1914 der "Fischplatz" (ab 1947 Andreas-Hofer-Platz) entstanden war, soll nun auf einem der letzten Bauplätze im Zentrum ein Baukörper eingefügt werden, der auf vorgegebenen 13.500 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche eine gemischte Nutzung (Hotel, Geschäfte, Wohnungen, Büros) erfahren soll.

Das Projekt des Grazer Architekten Thomas Pucher löste für die Jury die heikle Aufgabe am besten: Verschiedene Kuben wachsen bis zu fünf Stockwerke wie Finger aus einer Hand, mit einem "Hotelturm" im Süden in Korrespondenz zum Stadtwerke-Hochhaus aus den 1930er-Jahren - und niedriger sowie in eine platzartige Weitung mündend nach Norden hin zum Altstadtkern. Die existierende Tiefgarage soll bleiben bzw. ausgebaut werden, die Regionalbusse werden um die Ecke an den Marburger Kai verbannt. Nicht zum Zug kam die spektakuläre Turm-Lösung des Wiener Biennale-Architekten Wolfgang Tschapeller, die "ziemliche Unruhe in die Jury brachte", wie Jury-Vorsitzender Peter Lorenz berichtete. In Kubatur und Höhe hielt sich der Entwurf nicht an die durch die Lage in der Weltkulturerbe-Schutzzone determinierten Vorgaben und wurde mit zwei weiteren Einreichungen auf Platz 3 (der zweite Platz wurde nicht vergeben) gereiht.




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