Im Visier sind Häuser und Wohnungen
Zahl der Einbrüche ist wieder im Steigen. Serien in Graz und Umgebung sowie im Süden der Steiermark bereiten der Polizei Kopfzerbrechen. Bevölkerung soll helfen.

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Auch einem Bürgermeister kann es passieren. Wie berichtet, zählte zu den Opfern einer Einbruchsserie zu Silvester auch der Grazer Stadtchef Siegfried Nagl. Beute machten die vier Täter in seiner Wohnung nicht, sie wurden überrascht und flüchteten. "Der Zeuge hat sich absolut vorbildlich verhalten und sofort den Notruf gewählt", gab es Lob vom Grazer Kripo-Chef Werner Jud. Er zeigt sich davon überzeugt, die Täter bald ausforschen zu können.
Ermittlungserfolge sind der Exekutive derzeit zu wünschen. Denn in den letzten Wochen ist ein starker Anstieg an Einbrüchen in Teilen der Steiermark zu verzeichnen. Laut Polizei teils saisonbedingt: "Die Weihnachtsferien und die frühe Dunkelheit sind eben ein Eldorado für Einbrecher", sagt Jud. Er weist aber darauf hin, dass im November und Dezember im Vergleich zu 2011 dennoch um 15 Prozent weniger Einbrüche in Graz angezeigt wurden. Und er stellt fest, dass sich die Täter zuletzt mehr auf Wohnhäuser anstatt auf Wohnungen konzentrieren.
Auch wenn die Kriminalstatistik für 2012 noch nicht vorliegt, so zeigen die Trends wieder ein deutliches Plus bei der Eigentumskriminalität. So zählte man schon bis Ende September um 7,5 Prozent mehr Einbruchsdiebstähle in der Steiermark. "Bei Einbrüchen in Firmen und Geschäften sind wir leicht rückläufig. Unser Pferdefuß sind jedoch die Haus- und Wohnungseinbrüche", weiß Manfred Resch vom Ermittlungsbereich Diebstahl im Landeskriminalamt. Die Delikte seien im Steigen, die Aufklärungsquote unbefriedigend. Zu tun habe man es mit Tätergruppen aus Rumänien, Ungarn, Moldawien und dem Balkanraum. Neben Graz waren zuletzt vor allem die Südsteiermark und das südliche Graz-Umgebung Ziel von Einbrechern.
Da meist Serientäter am Werk sind, setzt die Polizei immer mehr auf Tatortarbeit. Denn wird einmal eine Bande gefasst, sind wasserdichte Beweise notwendig, um sie für gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahl längere Zeit hinter Gitter zu bekommen. Ebenso: "Jeder Hinweis, so unwichtig er auch erscheint, sofort an uns melden", appelliert Resch an die Bevölkerung. "Da ist uns lieber, die Kollegen fahren einmal zu oft hin, als wir würden wichtige Informationen nie erfahren."
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Manfred Resch, Landeskriminalamt
"Wird einmal eine Tätergruppe erwischt, gehen meist an die 15 bis 20 Delikte auf."



















