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Zuletzt aktualisiert: 02.01.2013 um 14:03 UhrKommentare

Mieten in Wien zogen 2012 um fast zehn Prozent an

Wohnen in Wien hat sich in den vergangenen Jahren rasant verteuert. Seit 2007 sind die Mieten um 30,3 Prozent auf durchschnittlich 14,45 Euro pro Quadratmeter angezogen und die Eigentumspreise um 31,1 Prozent auf 3.981 Euro pro Quadratmeter.

Foto © AP

Allein im ablaufenen Jahr 2012 stiegen die Mieten um 9,8 Prozent. Die Eigentumspreise lagen um 11,7 Prozent über dem Vorjahresniveau, erhob das Immobilienportal FindMyHome.at auf Basis von Daten über 6.000 Objekte.

Besonders teuer sind kleine Wohnungen unter 50 Quadratmeter und Wohnungen in bevorzugten Lagen. In den inneren Bezirken kostet der Quadratmeter im Schnitt 16,02 Euro und damit elf Prozent mehr als im Stadtmittel. Bei großen und sehr luxuriösen Wohneinheiten stagnieren hingegen die Mietpreise; dies, weil internationale Unternehmen seltener Mitarbeiter aus dem Ausland nach Österreich holen.

Heuer werden die Wohnpreise wohl weiter ansteigen. "Die hohe Nachfrage nach Wohnraum sowie Immobilien als sichere Anlageform und das im internationalen Vergleich niedrige Preisniveau werden die Preisentwicklung auch 2013 massiv beeinflussen", so die Immoexperten Benedikt Gabriel und Bernd Gabel-Hlawa am Mittwoch in einer Aussendung. In der Schweiz oder in skandinavischen Ländern, wo die Lebensqualität ähnlich hoch ist wie in Österreich, zahle man für einen Quadratmeter Wohneigentum 6.000 bis 8.000 Euro.

Scharfe Kritik übten die beiden an der Wiener Kommunalpolitik: Die Bundeshauptstadt brauche abseits des geförderten Wohnbaus dringend mehr Wohnraum, daher müssten die Richtwerte angepasst und die sogenannten Friedenszinsen (Billigmieten) gestrichen werden. "Wahnwitzige Hirngespinste von neokommunistischen Stadtpolitikern haben nichts mit der Realität zu tun", wetterten sie.

In Wien tobte zuletzt ein heftiger Politstreit um hohe Mieten, ausgelöst durch die Forderung der Vizebürgermeistern Maria Vassilakou (G) nach einer Obergrenze für die Richtwertmieten bzw. der Zuschläge. Eine solche Deckelung lehnt die Immobilienlobby strikt ab.

Quelle: APA

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