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Zuletzt aktualisiert: 23.10.2012 um 14:39 UhrKommentare

Heizen mit Holz ist am billigsten

Heizen mit Holz ist am billigsten, Strom kommt bei den laufenden Kosten am teuersten, heißt es im aktuellen "Konsument", in dem es eine Übersicht über die Kosten und auch Spartipps gibt.

Foto © Fotolia: adam gryko

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat die Heizkosten unter die Lupe genommen: Heizen mit Holz ist am billigsten, Strom kommt bei den laufenden Kosten am teuersten, heißt es im aktuellen "Konsument", in dem es eine Übersicht über die Kosten und auch Spartipps gibt. Die Preise hätten sich zuletzt nicht allzu stark bewegt. Um Energiekosten zu sparen, kann ein Anlagentausch bessere Ergebnisse bringen als reine Dämmmaßnahmen, geht aus einer Studie im Auftrag des Dachverband Energie-Klima in der Wirtschaftskammer hervor. Verbandsobmann Ernst Hutterer forderte heute in einer Pressekonferenz eine Gleichstellung von Heizungs- und Gebäudesanierung bei der Sanierungs-Förderung.

Freie Wahl

Der Konsument solle die freie Wahl haben. An Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner wird appelliert, die Sanierungsförderung neu zu ordnen.

Die Studie zeige, dass die Sanierung der Heizanlagen effizienter sei als Dämmen: Sie spare mehr Kosten und CO2 und amortisiere sich schneller. Bei einem Haus mit einer Wohneinheit beispielsweise liege die Einsparung der jährlichen Kosten (Kapitaldienst, Brennstoff und Betrieb) bei einer thermischen Sanierung bei 10,6 Prozent, bei einer anlagenseitigen Sanierung zwischen 14,6 und rund 35 Prozent, erläuterte Horst Steinmüller, Geschäftsführer des Energieinstituts an der Linzer Johannes-Kepler-Universität, das die Studie durchgeführt hat. Bei einem Haus mit 16 Wohneinheiten bringe der Anlagentausch zwischen 23 und 43 Prozent, eine thermische Sanierung 10,6 Prozent.

CO2-Vermeidung

Auch bei der CO2-Vermeidung schneidet der Heizungstausch laut Studie besser ab: Die thermische Sanierung bringt für ein Haus mit einer Wohneinheit rund 65 Prozent, die Anlagensanierung rund 80 bis 88 Prozent. Bei einem Haus mit 16 Wohneinheiten liege die Einsparung an CO2-Emissionen bei rund 56 Prozent, bei der Anlagensanierung bei rund 85 bis 90 Prozent.

Volkswirtschaftlich betrachtet bringe die Sanierung eine doppelte Dividende - positive ökonomische und ökologische Effekt, so der Linzer Wirtschaftsprofessor Friedrich Schneider. Kurzfristig hat die thermische Sanierung wegen der höheren Durchführungskosten und dem darauf folgenden höheren nicht-energetischen Konsum kurzfristig die stärksten Impulse für das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Bei den Jobs wirkt sich die Sanierung für beide Varianten langfristig bei rund 1.500 zusätzlichen Beschäftigten aus. Dem Staat entstünden durch die Förderungen zwar zusätzlich Kosten, es komme aber auch wieder etwas zurück, etwa über zusätzliche Mehrwertsteuereinnahmen.

Effiziente Heizanlage

Zu den laufenden Heizkosten heißt es im "Konsument" (http://www.konsument.at und ab Donnerstag am Kiosk), dass man Heizen mit Holz bei einer neuen effizienten Heizanlage ab 3,64 Cent pro Kilowattstunde (kWh) berappen muss. Für Pellets sind es 5,82 Cent/kWh, für Erdgas 7,65 Cent pro kWh und für Heizöl aktuell (Stand Mitte September 2012) 10,72 Cent - auch bei einem Brennwertkessel. Mit Abstand am teuersten ist demnach Heizen mit Strom, die Kosten für Tagstrom liegen 18,37 Cent/kWh. Elektrische Energie steht aber auch für eine Billigvariante: Mit einer Erdwärmepumpe und einem Mischstromtarif kommt man auf 3,75 Cent pro kWh.

Die jährliche Heizrechnung für eine 68 m2 große Altbauwohnung mit einer neuen Anlage schwanken laut "Konsument"-Vergeich zwischen 198 Euro für die Heizung mit Scheitholz in einem Holzvergaserkessel und 1.000 Euro bei einem Direktheizgerät mit Tagstrom, mit Nachtstrom sind es immer noch 780 Euro.

Die Verbraucherschützer geben auch Tipps zum Sparen. Von der Raumtemperatur übers richtige Lüften bis hin zum Entlüften von Rohren und Heizkörpern. Eine Absenkung der Raumtemperatur etwa bringe eine Energieeinsparung von 6 Prozent.




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