Was im Herbst noch zu pflanzen ist
Die letzten Wochen des Gartenjahres sind die beste Pflanzzeit und helfen mit, das kommende Jahr geruhsam zu beginnen. Die wichtigsten Tipps!

Foto © Fotolia: carballo
1. Was wird jetzt gepflanzt?
Alle Laubgehölze, also Bäume, Sträucher, aber auch Obstbäume und das Beerenobst und alle Rosen werden - nach dem Laubfall - gepflanzt. Die Gehölze beginnen nämlich mit dem herbstlichen Blätterregen ihre Ruhezeit. Alle Nährstoffe werden in den Ästen, Stämmen und Wurzeln eingelagert und das Laub als zellulosehaltiger Reststoff fällt zu Boden.
2. Wie wird gepflanzt?
Je nach Boden wird das Pflanzloch ausgegraben. Faustregel: je tonhaltiger die Erde, desto größer muss die Pflanzgrube sein. Ansonsten kommt es nämlich im direkten Umfeld der Wurzel zu Staunässe, weil sich das Regenwasser, wie bei einer Blumenvase, in der Pflanzgrube sammelt. Wichtig ist auch die Lockerung in die Tiefe, damit das Wasser abfließen kann. Schwere Böden mit Quarzsand und vor allem Kompost vermischen. Das Gehölz niemals tiefer setzen, als es in der Baumschule war. Die Erde festtreten und (ganz wichtig!) gut einschlämmen. Nur so werden alle Hohlräume ausgefüllt und der Baum kann rasch Wurzeln bilden.
3. Braucht man Baumpfähle?
Bei hohen Bäumen und Sträuchern unbedingt! Nur gut verankert werden frisch gepflanzte Bäume nicht im Wind hin und her geschaukelt. Fixiert man einen Baum nicht, reißen die feinen Wurzeln immer wieder ab, das Gehölz beginnt zu kümmern.
4. Rindenmulch ja oder nein?
Die Baumscheibe, also der Bereich rund um den Stamm, wird mit Rindenmulch, gehäckseltem Laub oder Rasenschnitt abgedeckt. Damit bleibt die Erde feucht. Nicht zu nahe an den Stamm mulchen, sonst kommt es zu Fäulnis und es besteht die Gefahr, dass Wühlmäuse den Stamm anfressen. Sind diese Nager im Garten, sollte man die Wurzeln beim Pflanzen durch große Gitterkörbe aus verzinktem 6-Eck-Geflecht schützen.
5. Was wird unter Hecken gesetzt?
Blütensträucherhecken oder in größeren Gärten heimische Wildsträucherhecken (die sind jetzt besonders günstig) lassen sich gleich mit Schneeglöckchen, Krokussen und Narzissen unterpflanzen. Mulcht man mit gehäckseltem Laub den Boden, hat man prächtige naturnahe Gestaltung, die kaum Arbeit macht.
6. Kann man auch umpflanzen?
Auch dafür ist jetzt die beste Zeit. Das Verhältnis von Wurzeln und Ästen muss aber erhalten bleiben. Gehen viele Wurzeln beim Ausgraben verloren, müssen auch die Äste deutlich zurückgeschnitten werden. Je stärker der Rückschnitt, desto kräftiger wird das Wachstum sein. Immergrüne Gehölze sollten nicht gepflanzt werden. Sie könnten bei einem sehr kalten und strengen Winter vertrocknen.
Features
Fotoserie
Gärtnern im Takt der Natur
Der Spätherbst ist da, das ist im Garten noch zu tun: Pflanzenschutz: Pflanzen auf Pilzbefall kontrollieren, Falllaub einsammeln, Fruchtmumien und kranke Blätter entsorgen. Pflanzen auf den Winter vorbereiten –mulchen und einpacken.
Wichtige Handgriffe: Laub aus dem Teich entfernen, Gartengeräte reinigen und einwintern. Gießkannen entleeren.
Klug einkaufen: Jetzt beginnt der Blumenzwiebel-Abverkauf, man erzielt mit weniger Geld große Wirkung im Garten.




















