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    Zuletzt aktualisiert: 10.10.2012 um 08:43 UhrKommentare

    Wärme und Strom werden immer teurer

    Energie kostet um sieben Prozent mehr als noch 2011. Der Heizöl-Preis stieg innerhalb von fünf Jahren fast um die Hälfte.

    Energie-Experte Pucker: "Zehn Prozent Steigerung im Jahr"

    Foto © KKEnergie-Experte Pucker: "Zehn Prozent Steigerung im Jahr"

    Volksvertreter fürchten bereits, dass Heizkosten und Stromrechnungen in zwei bis drei Jahren für die ärmeren Teile der Bevölkerung unbezahlbar werden. Denn: Die Energiekosten steigen und sie steigen rascher als alle übrigen Kosten.

    Viele Haushalte geben bereits heute schon etwa zehn Prozent ihres Monatseinkommens für Strom und Wärme aus, vielfach sind diese Posten nach der Miete zum zweitgrößten Ausgabeposten der Haushalte geworden.

    Jetzt liegen neue Fakten auf dem Tisch: Die Arbeiterkammer Kärnten hat errechnet, dass die Kosten für Heizöl in den vergangenen fünf Jahren um 47,7 Prozent gestiegen sind. Bei einer Tankfüllung mit 3000 Litern sind das fast 1000 Euro mehr. Im Jahresvergleich ist der Preis bei 3000 Litern um 11,3 Prozent gestiegen. Das bedeutet um 312 Euro höhere Kosten. "Daraus ergibt sich eine jährliche Steigerung von zehn Prozent", sagt Experte Hans Pucker von der Arbeiterkammer.

    Das belegt auch der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Energiepreis-Index für private Haushalte, der die gesamten Energiepreise erhebt - Treibstoffe inklusive.

    Superbenzin verteuerte sich laut der Energieagentur in der Jahresfrist um mehr als acht Prozent, Diesel um knapp acht Prozent, Strom um knapp zwei Prozent. Der Gaspreis stieg um drei Prozent, Fernwärme um zehn Prozent.

    Pellets wurden billiger

    Die Preise für feste Brennstoffe hingegen stiegen im Schnitt nur um 0,7 Prozent. Holzpellets bekommt man heuer sogar um 0,8 Prozent günstiger als im Vorjahr.

    Grund für die Landwirtschaftskammer, für Holzheizungen Werbung zu machen. Wer sein Haus mit Hackschnitzeln beheizt, fährt laut Kammer am günstigsten. Jährlich zahlt man dafür im Schnitt 911 Euro - und damit um etwa 200 Euro weniger als für Brennholz, das "zweitbilligste Produkt". Auf den weiteren Plätzen folgen Pellets (1320 Euro pro Jahr) und Erdgas (1880 Euro). Öl liegt wenig verwunderlich an letzter Stelle.

    Weil moderne Holzheizungen aber in der Anschaffung teurer sind und in manchen Fällen mehr Platz brauchen, sollte man sich einen Heizungsumstieg überlegen. Laut den Zahlen der Landwirtschaftskammer rechnet sich eine Holzheizung aufgrund der niedrigeren Brennstoffkosten bereits nach rund sechs Jahren.

    EVA GABRIEL

    Infos zum Heizen

    www.oegut.at - Studie, die zeigt, ab wann sich ein Heizungstausch auszahlt.

    www.fastenergy.at - Überblick über Heizölpreis-Entwicklung.

    www.klimafonds.gv.at - Förderaktion für Holzheizungen.

    www.heizenmitoel.at/foerderung - Infos zur Förderung einer neuen Ölheizung.

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