Tonangebende Architektur - ganz aus Ziegel
Mit der fünften Ausgabe des "Brick Award" holt Wienerberger besonders gelungene Ziegelarchitektur zwischen Südafrika und Schottland vor den Vorhang. Die fünf Preisträger.

Foto © Callwey Verlag
Ihnen allen gemeinsam ist: Sie sind Ton-Produkte - und der Ziegel zeigt sich mit ihnen von seiner besten Seite: zeitlos und nicht angestaubt. Nominiert für den internationalen "Brick Award 2012" waren insgesamt 45 Projekte aus 28 Ländern und fünf Kontinenten. Eine ebenso international aufgestellte Jury aus Architekten kam schnell zur Entscheidung, welche die fünf besten Projekte sind. Länger wurde lediglich die Frage diskutiert, wem der Gesamtsieg zuzusprechen ist.
Schlichtheit siegt
Die Wahl fiel auf das Mapungubwe Interpretation Centre in Südafrika. Auffällig dabei: eine Konstruktion, die so einfach ist, dass sie von der einheimischen Bevölkerung der Entwicklungsländer gebaut sein könnte.
Wie sagt es der deutsche Architekt Arno Lederer so schön? "Es gibt kein anderes Material, das ähnlich dem Ziegel ein menschliches Maß hat: Breite, Höhe, Länge und Gewicht sind so gewählt, dass die Hand gerade noch den Stein bequem umfassen kann und mit der anderen Hand die Kelle geführt werden kann, um die Fugen zu den nächsten Steinen herzustellen."
Für eine bessere Welt
Gesamtsieger und Preisträger der Kategorie "Speziallösung mit Ziegel": das Museum Mapungubwe Interpretation Centre in Südafrika von Peter Rich. Der Bau interpretiert historische Gewölbetechniken neu. Die Ziegel wurden allesamt von lokalen Arbeitskräften handgefertigt.
Neues Leben in der Ruine
Der slowakische Architekt Pavol Panák baute einen ehemaligen Ziegelbrennofen in Cachtice am Fuße der Karpaten in zehnjähriger, großteils eigenhändiger Sanierungsarbeit zu seinem Architekturstudio um. Die Jury überzeugte das sichere Gespür dafür, wie man eine alte Ruine in ein modernes Gebäude verwandeln bzw. Licht in eine an sich gar nicht wohntaugliche Grundform bringen kann.




















