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    Zuletzt aktualisiert: 30.07.2012 um 13:15 UhrKommentare

    Der passende Spritzschutz für das Bad

    Foto © APA

    Ob in der Badewanne geduscht wird oder es eine gesonderte Duschwanne gibt: Einfach so hinein und losbrausen geht nicht. Was aber ist besser: Ein Spritzschutz aus Glas oder Kunststoff oder der einfache Vorhang?

    Eine Dusche weckt morgens müde Geister und erfrischt abends nach einem langen Arbeitstag. Verbraucht werden dabei je nach Dauer und Durchfluss rund 40 Liter - ein Drittel der Wassermenge, die für ein Vollbad benötigt wird. Das spart Energie und Geld. Frei begehbare Duschzonen sind im Trend. In der eigenen Wohnung jedoch ist die platzsparende Duschwanne an mindestens einer Wand oder die Badewanne, in der auch geduscht wird, das Standardmodell. Und die braucht einen Spritzschutz zum Rest des Raumes.

    Leicht zu montieren und kostengünstig ist ein Vorhang an einer Stange. In Mietswohnungen ist er oft das einzige Mittel der Wahl, da hier keine dauerhaften Hilfen installiert werden dürfen. "Er hat jedoch zahlreiche Nachteile", sagt Michael Pommer, Trainer bei der Heimwerkerschule DIY-Academy in Köln. "Beim Duschen wird der Vorhang durch die Thermik angezogen und kann dann unangenehm auf der Haut kleben." Und: Selbst zurückgeschoben bleibt er sichtbar. Er lässt damit ein ohnehin kleines Bad noch kleiner wirken. "Wird der Vorhang als Begrenzung einer Wanne eingesetzt, die auch zum Baden genutzt wird, ist er auch oft im Weg", so Pommer.

    Diese Nachteile hat ein Duschrollo nicht. Es besteht in der Regel aus teildurchsichtigem Kunststoff, wird an der Decke befestigt und über eine Rolle mit Federtrieb nach unten gezogen. Ein versteifter unterer Rand sorgt für Stabilität. Duschrollos sind meist stufenlos verstellbar und passen damit zu Wannen unterschiedlicher Höhe.

    Feste Duschtüren aus Kunststoff oder Glas sind langlebig und meist transparent. Ihr Nachteil: Sie sind teurer und aufwendiger zu montieren. Die Rahmen werden an der Wand und an der Wanne verschraubt oder angeklebt. Die Türen gibt es zum Klappen, Schieben oder Falten - was sich eignet, ist meist auch eine Platzfrage.

    Eine Klapptür kann nach innen, außen oder zu beiden Seiten geöffnet werden. "Wenn die Dusche groß genug ist, sollte die Tür möglichst mit Hilfe eines Pendelbeschlags nach innen und außen zu öffnen sein", rät Birgit Hansen, Innenarchitektin aus Köln. Normalerweise werde sie nach dem Duschen nach innen geklappt, so dass das Wasser in die Wanne und nicht auf den Boden tropft. Bei einem Unfall in der Dusche könne diese aber auch nach außen geöffnet werden. "Das ist im barrierefreien Haushalt ein wichtiger Punkt."

    Schiebe- und Falttüren sind platzsparend. Wie Hersteller Cesana beispielsweise zeigt, kann eine Falttür auf einem Sockel hinter dem Fußende der Badewanne Platz finden, wenn gebadet wird. Aber diese Varianten haben einen Nachteil: "Schiebe- und Falttüren haben mehrere Schienen und Profile sowie viele Ecken und Kanten. Dort setzt sich leicht Schmutz fest, Kalkränder bilden sich", sagt Jens Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft in Bonn.

    Für die Abtrennung einer Wanne, die nur von zwei Wänden begrenzt ist, sind aufwendigere Konstruktionen nötig. Hier braucht man eine fest stehende Kunststoff- oder Glaswand und ein Türsystem. Alternativ können zwei Rollos leicht überlappend montiert werden. "Für Duschvorhänge gibt es zusammensetzbare Aufhängungen, die in der Rundung zusätzlich an der Decke befestigt werden", erläutert Heimwerkertrainer Pommer. Hersteller Bette hat etwa dieses Prinzip für eine barrierefreie Dusche im Programm.

    Bei modernen Badewannenformen mit einer runden Ausbuchtung an einer Seite sind meist Spezialanfertigungen nötig. Aber es gibt Ausnahmen. Die Hersteller Villeroy & Boch und Bette beispielsweise haben hierfür einen runden Spritzschutz im Programm, die Firma Koralle hat eine rund geformte Tür für eine dreieckige Wanne in einer Raumecke.

    Eine Herausforderung ist auch eine Dusche unter einer Dachschräge. "In der Regel ist da individuelle Maßarbeit gefragt", sagt Wischmann. So lässt sich beispielsweise eine Kabine konstruieren mit einer stabilen, an der oberen Kante abgeschrägten Seitenwand und einer Tür, die sich in den Raum hinein und damit weg von der Schräge öffnet.

    Die Entscheidung zwischen Kunststoff und Glas wird meist nach Preis getroffen. "Man sollte jedoch auch bedenken, dass Kunststoff durch häufige Reinigung leichter zerkratzt und damit unansehnlicher und pflegeintensiver wird", rät Innenarchitektin Hansen. Die teureren Glastüren seien dank Beschichtungen pflegeleichter.

    Doch meist müssen diese nach jedem Duschen nicht nur einfach abgespült, sondern die Wasserreste auch mit einem Abzieher entfernt werden. Selbst das schützt aber nicht vor Kalkablagerungen. Auch Vorhänge und Rollos können nicht einfach nach dem Waschen eingefahren oder zusammengeschoben werden: Sie müssen zuvor stets komplett getrocknet sein. Sonst schimmeln sie leicht. "Hautreste, Schuppen, Feuchtigkeit und Seife sind die ideale Lebensgrundlage für Schimmel", so Heimwerkertrainer Pommer. Ohne Nachwischen kommt man also nie aus - auch wenn das Wasser dank Vorhang oder Tür in der Wanne bleibt.

    Quelle: APA

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