Dedon: Ein Traum wird wahr
Dedon, der Inbegriff schicker geflochtener Möbel für den Outdoor-Bereich, ist eine unglaubliche Geschichte - Firmengründer Bobby Dekeyser hat sie jetzt zu Papier gebracht.

Foto © DedonZwei (Sitz-)Elemente fließen bei Yin Yan ineinander
Der Mann ist unverbesserlicher Optimist. Und als solcher ist man heutzutage ein Exot, wie Bobby Dekeyser selber sagt. Wahrscheinlich ist es das, was seine Geschichte so unwiderstehlich macht.
Der Belgier mit dem deutschen Pass und den österreichischen Wurzeln hat es vor 20 Jahren geschafft, sozusagen aus den Kunststoffhenkeln für Waschmittelboxen geflochtene Möbel für draußen zu produzieren, die - im Gegensatz zu Rattan - Wind und Wetter vertragen und darüber hinaus auch noch ein richtiges Lifestyle-Produkt geworden sind. Die Liste prominenter Fans ist lang und reicht von Julia Roberts bis Michael Schumacher.
Harte Selbstständigkeit
Der Anfang dieser Erfolgsgeschichte ist nur ein Name und die Idee, "irgendein" Unternehmen zu gründen: Das "De" liefert Dekeyser selbst, "don" steht für den Schwager Brando Donapai. Geteilt wird nur der Name, nicht die Firma. Dekeyser ist damals 26 und hat es im Profi-Fußball bis zum Ersatz-Tormann von FC Bayern gebracht. Eine schwere Verletzung ist der Wendepunkt. Noch im Krankenhaus beschließt er, selbstständig zu werden.
Das erste Dedon ist der Versuch, mit Skiern ein Geschäft zu machen. Es wird eine Pleite. Das zweite Dedon ist "Lebenslust als Leitmotiv", wie er es selbst formuliert, "ein Wohnzimmer für draußen, modern und unverwüstlich". Die ersten Sessel sind Ladenhüter; als endlich Bestellungen eintreffen, kracht eine ganze Kollektion von Stühlen zusammen. Die Durststrecke, die Bobby Dekeyser überdauert, ist lang - eine 200 Seiten lange, spannende Geschichte, wie man mit Leidenschaft und Disziplin einen Volltreffer landet. "Es geht im Prinzip nur um die alten Werte (Familie, Freundschaft, Respekt und Vertrauen), um Hartnäckigkeit und harte Arbeit", sagt der Unternehmer.
Auf diesem Fundament wurde aus einem Kellerbüro in einem Reihenhaus in München ein global tätiges Unternehmen mit 3000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz in Millionenhöhe. Dass sich dabei die Lebenslust auch firmenintern nicht verabschiedet hat, lässt sich vom Dedon-Areal in Lüneburg ablesen. Ein "Club Med" für zufriedene Mitarbeiter, um es mit Dekeysers Worten zu sagen. "Weil nur ein zufriedener Mitarbeiter einen bequemen Stuhl erfinden kann."



















