"Häuser des Jahres": So lebt es sich ausgezeichnet
Das "Haus des Jahres" ist ein alter Stall in der Schweiz, der zum Wohnhaus umgebaut wurde. Wir stellen Ihnen den Sieger und andere prämierte Einfamilienhäuser des Architekturwettbewerbs "Häuser des Jahres" vor.

Foto © Ruinelli Associati ArchtettiEine alte Scheune wurde zum modernen Wohnhaus umgebaut
Wenn man nicht ganz genau hinschaut, erkennt man von außen nicht, dass diese alte Scheune als Wohnhaus gerade ihren zweiten Frühling feiert. Aber das war beim einstimmigen Sieger des Architekturwettbewerbs "Häuser des Jahres" auch beabsichtigt. Denn Architekt Armando Ruinelli hat den Stall mit Steinplattendach am Dorfrand von Soglio im Schweizer Kanton Graubünden, der bis in die 70er-Jahre seiner ursprünglichen Funktion nachkam, bewusst nicht umgekrempelt.
Verbindung
Die Außenmauern wurden restauriert, zu erneuernde Bretter vor den Fenstern durch verstellbare Lamellen aus Eichenholz ersetzt. Als hätte man vor hundert Jahren zu bauen aufgehört und in der Gegenwart im Inneren weitergemacht, wurden Alt und Neu nicht in Kontrast zueinander gesetzt, sondern miteinander verbunden.
Um keinen künstlichen rustikalen "Stallgeruch" zu erzeugen, setzte Ruinelli auf radikale Materialreduktion: Die Wände aus Stampfbeton, die Decken aus Eichenplatten und die Böden aus unbehandeltem Eichenholz fügen sich modern, aber ohne harten Bruch in den Bestand. Genauso wie die luftige Loggia unter dem Dachaufbau aus Rundstämmen. Entstanden ist ein neuer alter Stall, in dem es sich fürstlich leben lässt.
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Bild vergrößernIm Inneren gibt es Beton und Holz - kein Stall mehr, aber auch kein BunkerFoto © Ruinelli Associati Archtetti
Im Inneren gibt es Beton und Holz - kein Stall mehr, aber auch kein BunkerGrafik © Ruinelli Associati Archtetti
Weitere "Häuser des Jahres"
Wissenswert
Das Deutsche Architekturmuseum und der Callwey Verlag haben 2011 zum ersten Mal den Wettbewerb "Häuser des Jahres - Die besten Einfamilienhäuser" ausgelobt. Eine Jury kürte unter den Projekten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol den Gewinner und vergab drei Auszeichnungen sowie 15 Anerkennungen.

















