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Zuletzt aktualisiert: 20.06.2011 um 12:11 UhrKommentare

Sonnenschutz und richtiges Lüften sorgen für Kühle

Foto © APA

Mit Sonnenschutz und dem richtigen Lüften sollte man sein Heim auch im Sommer angenehm kühl halten können. Und wer den Bau eines Eigenheims plant, kann bereits hier den richtigen Grundstein legen: Denn Süd-Ost und Süd-West orientierte Glasflächen fangen die Sonne besonders gut ein, wogegen laut "umweltberatung" NÖ nur konsequente Verschattung hilft.

Und diese sollte außen liegen. Denn während ein Vorhang oder eine Innenjalousie nur ein Viertel der Sonnenenergie abhält, blockt eine Außenjalousie drei Viertel ab. Aber auch die warme Luft sollte draußenbleiben. Nur wer tagsüber die Fenster geschlossen hält, könne die Raum- unter der Außentemperatur halten. Erst in der Nacht sollte wieder ordentlich durchgelüftet werden. Wärmedämmung schützt zu jeder Jahreszeit. Sie hält die Sommerhitze draußen und die Speichermasse im Inneren bleibt kühl. Speziell bei hitzegefährdeten Konstruktionen wie Dachschrägen und Flachdächern ist ein Schutzschild gegen die Hitze wichtig. Bei Klimaanlagen seien nur Split-Geräte mit Innen- und Außenteil wirklich effektiv. Der Stromverbrauch ist aber trotzdem hoch.

Dabei verfügt der Mensch ohnehin über ein eigenes, sehr effektives Kühlsystem - die Schweißdrüsen. Ohne sie würde man den Sommer nicht überleben. Der Temperaturbereich, in dem unsere Stoffwechselvorgänge optimal funktionieren, ist nämlich ziemlich schmal. Melden die rund 30.000 Temperatursensoren in der Haut, dass es zu warm wird, beginnt die verstärkte Produktion von Schweiß. Verdunstet er auf der Haut, entzieht dieser Vorgang dem Körper Wärme.

Frisch von den zwei bis drei Millionen Drüsen produziert, ist Schweiß eine farb- und geruchlose Flüssigkeit, die zu 99 Prozent aus Wasser besteht. Der Rest sind Salze und Mineralien, Fettsäuren und Eiweiß sowie - in Spuren - Ammoniak und Harnstoff. Vor allem diese Zusatzstoffe sind es, welche für auf der Haut lebende Bakterien attraktiv sind. Sie beginnen den Cocktail zu verspeisen, erst die Abbauprodukte sorgen dann für den typischen, üblen Schweißgeruch.

Wer sich davon nicht abhalten lässt, sei gewarnt: Körperlich anstrengender Geschlechtsverkehr und Hitze vertragen sich nicht miteinander, zumindest bei Herz-Kreislaufpatienten. Mit einem derartigen Handicap sollte man besser keine "Nummernrekorde" aufstellen. Infarktpatienten sollten etwa jene Empfehlungen des Arztes befolgen, die ihm dieser beim Entlassungsgespräch in Sachen Sex mit auf den Weg gegeben hat. Vielleicht sollte man nicht unbedingt in der heißesten Tageszeit, sondern in den kühleren Abend- und Nachtstunden aktiv werden. Und bei erhöhtem Risiko könnte der gesunde Teil den aktiveren Part übernehmen.

Quelle: APA

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