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Zuletzt aktualisiert: 31.05.2011 um 11:39 UhrKommentare

Haushaltsenergie um 11 Prozent teurer

Private Haushalte mussten im April 2011 deutlich mehr für Energie zahlen als im Vorjahr. Das ergab der Energiepreisindex (EPI) der österreichischen Energieagentur.

Foto © AP

Die privaten Haushalte mussten im April 2011 deutlich mehr für Energie zahlen als im Jahr davor. Verteuert haben sich vor allem Treibstoffe und Heizöl, aber auch Gas. Der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Energiepreisindex (EPI) stieg im April 2011 gegenüber April 2010 um 11,1 Prozent. Im Vergleich zum März 2011 gab es einen Anstieg um 1,5 Prozent. Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex (VPI) erhöhte sich im April gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,3 Prozent, gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent.

Superbenzin verteuerte sich im April im Jahresvergleich um 13,4 Prozent, Diesel um 21,1 Prozent und Heizöl um 23,8 Prozent.

Der Strompreis stieg im Jahresabstand um 0,2 Prozent, der Gaspreis um 7 Prozent. Fernwärme war um 1,6 Prozent teurer. Die Preise für feste fossile Brennstoffe stiegen durchschnittlich um 1,5 Prozent. Brennholz war um 1,6 Prozent teurer. Holzbriketts verbilligten sich um 2,8 Prozent.

Im Vergleich zum März 2011 war Superbenzin im April 2011 um 2,4 Prozent teurer, Diesel um 1,2 Prozent, Heizöl um 1,9 Prozent, Gas um 4,3 Prozent, Strom um 0,3 Prozent, Fernwärme um 0,2 Prozent, feste fossile Brennstoffe um durchschnittlich 0,3 Prozent und Brennholz um 0,7 Prozent. Gesunken sind im Monatsabstand die Preise für Holzpellets (-1,2 Prozent) und Holzbriketts (-2,5 Prozent).

Trend der Preissteigerung

Der nachhaltig erkennbare Trend der Steigerung der Energiepreise durch stetig steigende Nachfrage sollte mehr denn je motivieren, Investitionen in erneuerbare Energien verstärkt zu prüfen und Projekte mit ausreichendem Kosten-Nutzen-Verhältnis voranzutreiben, so Energieagentur-Geschäftsführer Fritz Unterpertinger. Zusätzlich stelle der auch nur teilweise Rückzug aus Atomenergie kurz- bis mittelfristig ein Risiko für die gewohnte Versorgungssicherheit dar.

Der erwartbare Rückgang von Strom aus Atomkraft sei damit ein zusätzliches Argument für den Ausbau der Erneuerbaren aber auch für die dafür notwendige Transport- und Speicherinfrastruktur. Gerade in Bezug auf die Erneuerbaren sei ein notwendiges europäisches Ausgleichssystem ein Schritt in die europäische Energiesolidarität. Österreich könne mit seinem enormen Wasserkraftanteil einen beachtlichen Beitrag leisten.


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