Verbot von veralteten Zweitheizungen geplant
Steirische Spitzenbeamte waren am Montag und Dienstag auf Feinstaub-Mission in Brüssel. Mit dem neuen "Luftreinhalteprogramm" wollen sie erreichen, dass Graz und Leibnitz sich hohe Strafen ersparen.

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Im Juni entscheidet die EU, wie sie mit den steirischen Sorgenkindern in Sachen Luftgüte, vor allem Graz und Leibnitz, weiter verfährt. Letztlich drohen hohe Geldstrafen. Entsprechend wichtig war die Visite steirischer Spitzenbeamter am Montag und Dienstag in Brüssel. Mitgebracht haben sie das neue "Luftreinhalteprogramm", das Graz eine Umweltzone ersparen und Brüssel milde stimmen soll.
Feinstaubbelastung
Eine Säule des Programms ist die Fernwärmeoffensive: Fünf bis zehn Tonnen Feinstaub sollen jährlich durch Leitungsausbau und Anschlussverordnung eingespart werden. Geplant ist noch ein Verbot von Festbrennstoff-Zweitheizungen bei hoher Feinstaubbelastung. Zudem sollen Gebäude, die man nur mit festen Brennstoffen beheizen kann, in Zukunft auf nicht mehr als 20 Grad Celsius Raumtemperatur aufgeheizt werden.
Eine wichtige Rolle spielt noch der öffentliche Verkehr: Neben der S-Bahn will man die Regionalbusverbindungen attraktiver machen. Für alte Lastautos und Taxis sind unterdessen Beschränkungen geplant.
Schließlich sollen Landwirte bei der Güllelagerung beziehungsweise Schweine- und Hühner-Haltung sauberer arbeiten, um den Ammoniak-Ausstoß einzudämmen.
Das alles "hat man in Brüssel mit großem Interesse aufgenommen", schildert Umweltlandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ). Das Programm würde wirken. Klar: Das letzte Wort hat die EU.














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