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Trendbarometer "Lebensraum 2011": Tendenzen und Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt.
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Über das Stadium "Schau ma mal" sind die Steirer weit hinaus. Auf der "Lebensraum 2011", der Immobilienmesse der Kleinen Zeitung, hat heuer der sehr interessierte und gut vorinformierte Kunde mit ganz konkreten Vorstellungen von seinem Wohntraum dominiert - soweit sind sich die Vertreter der steirischen Immobilienbranche einig.
An das rege Interesse von potenziellen Investoren sind die heimischen Makler und Bauträger dabei schon gewöhnt. Die große Überraschung für Markt-Kenner wie Georg Michelatsch, von der Michelatsch build.ing.network GmbH, ist, dass der Endnutzer sozusagen wieder zurück ist.
Nikolaus Lallitsch von Raiffeisen Immobilien hat am Wochenende dieselbe Beobachtung gemacht: "Die Schockstarre, bedingt durch die Wirtschaftskrise, hat sich gelöst: Die Leute erfüllen sich wieder ihren eigenen Wohntraum." Neben der sicheren Geldanlage in Form von Immobilien geht es folglich um die Wohnversorgung. Projekte wie die "Green Village"-Siedlung von Raiffeisen sind dabei ganz nach dem Geschmack der Kunden. Bei dem Projekt in Fernitz dürften mittlerweile auch die letzten zwei Wohnungen verkauft sein. Und für das noch gar nicht eingereichte "Green Village" in Mariatrost stehen die Kunden laut Lallitsch bereits Schlange.
Michelatsch erging es mit seinen zwei neuen Wohnprojekten ("Am Murkai" und "Wohnwelten Eggenberg - Koschatgasse") ähnlich: "Wir waren mit drei Verkaufsberatern an beiden Messe-Tagen voll beschäftigt. Mit der Aufarbeitung der Anfragen vom Wochenende sind wir jetzt noch zwei Wochen voll ausgelastet." Wie viel die Kunden dabei zu investieren bereit sind? Michelatsch sieht die Quadratmeterpreise für seine Eigentumswohnungen (ab 2450 Euro am Murkai und ab 2250 Euro in der Koschatgasse) im "guten Mittelfeld". An Kundschaft mangelt es hier nicht. "Die Leute hinterfragen das Preis-Leistungs-Verhältnis aber sehr genau", fügt er hinzu.
Von sensationeller Nachfrage auf der "Lebensraum 2011" berichtet auch Wolfgang Blaschek von "Designhouses", der sich auf der Messe auf sein Projekt "Seepark" in Feldkirchen konzentrierte. Fazit: 90 Anfragen für 38 Wohneinheiten mit einem Durchschnittspreis von 2500 Euro/m2. Das meiste Interesse kam auch hier von Eigennutzern.
Die Strategie, den Fokus auf ein bestimmtes Projekt zu richten, ging auch für die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft ENW auf: "Für die wenigen noch freien Wohnungen in unserem Messequartier Graz haben sich viele Kunden interessiert", sagt Alexander Daum von der ENW.


















