Weiterfeilschen um Seen
Verkauf der Seeliegenschaften des Landes sollte nur 18 Millionen in die Landeskasse spülen. Gekauft wurden sie 2007 um 48 Millionen Euro.

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Zuerst schien gestern bereits alles klar: Der Aufsichtsrat der Kärntner Landesholding wollte eine Absichtserklärung für den Verkauf der Seeliegenschaften am Maltschacher-, Ossiacher See und Hafnersee um nur 18 Millionen Euro an die Maximilian Hotel GmbH fixieren. Die Gesellschaft hat sich im September bereits die Gewerkschaftsbund-Tochter Sotour einverleibt, die die Betriebe an den jeweiligen Liegenschaften führt. Für den Billig-Kauf sollte die Firma, hinter der die russische Investorin Eldibitta Metelskaya und Geschäftsführer Robert Szauter stehen, verpflichtet werden, "in den kommenden zehn Jahren zumindest 20 Millionen Euro" an den Seen zu investieren. Die vier Hektar großen öffentlichen Seezugänge sollten erhalten bleiben. Eine Beschäftigungs- und Betriebsgarantie war für zehn Jahre geplant.
Das Land hatte die Liegenschaften 2007 um 48 Millionen Euro vom Gewerkschaftsbund erworben. Erst kürzlich scheiterte der Verkauf zum Wunschpreis von 35 Millionen Euro. Bei der Seeliegenschaftsgesellschaft ist daher ein Abwertungsbedarf von 17 Millionen Euro gegeben. Weiters hat die Gesellschaft einen Eigenkapitalbedarf von zehn Millionen Euro, der im Mai 2011 aus den Zinsen des Zukunftsfonds fließen wird. Dringender Handlungsbedarf also, für das Land.
Doch dann wurde die Absichtserklärung gestern doch nicht beschlossen: "Es sind weitere Anbieter aufgetaucht", sagte Aufsichtsratschef Josef Martinz (ÖVP) ohne konkreter zu werden. Der Pachtvertrag läuft bis März 2012 - man habe also Zeit um ein "möglichst gutes Geschäft" zu machen. Etwa sei es vorstellbar, "über eine Beteiligung des Landes die öffentlichen Interessen zu wahren".


















