Das Fertighaus aus dem Otto-Katalog
Otto, Universal und Quelle steigen in das Haus-Geschäft ein und spezialisieren sich dabei auf Passivhäuser. 10 Hausgrößen in 5 verschiedenen Baustilen sollen ab 100.000 Euro zu haben sein.
Foto © Pixelwolf - Fotolia.com
Die Versandhandelsmarken Otto, Universal und Quelle steigen in das Geschäft mit Fertigteilhäusern ein und haben ihr Angebot dabei auf Passivhäuser fokussiert. Der Hersteller, die Passivhaus-Produktion Gesellschaft mbH (PhP), gehört zu 51 Prozent Johann Weichselbaum, dem Gründer des niederösterreichischen Fertighausherstellers Elk. PhP schließt die Verträge mit den Kunden, produziert die Häuser und stellt sie auf, sagte Weichselbaum.
300 Millionen Euro
Für die Zusammenarbeit mit dem Versandhändler hat er sich ehrgeizige Ziele gesteckt: Im ersten vollen Geschäftsjahr 2011 sollen 300 Häuser verkauft und ein Umsatz von 40 Millionen Euro lukriert werden. Damit wäre PhP die Nummer 3 am österreichischen Fertighaus-Markt. Nummer 1 ist laut Weichselbaum derzeit die Elk Fertighaus AG, den zweiten Rang teilten sich mehrere Hersteller untereinander auf. Bis 2015 sollen 2.000 Häuser jährlich verkauft und 300 Millionen Euro umgesetzt werden. Damit hofft PhP zum Marktführer in Europa aufzusteigen. Otto/Universal-Geschäftsführer Harald Gutschi gibt sich bereits siegessicher: Man habe nicht nur ein "Top-Produkt", sondern verfüge auch über ein Werbebudget von 2 Millionen Euro für 2011: "Niemand hat ein höheres Werbebudget im Fertighausmarkt", so Gutschi.
Die Passivhaus-Kataloge skizzieren insgesamt 50 Modellhäuser - 10 Hausgrößen in 5 verschiedenen Baustilen. Der Preis liegt zwischen 100.000 und 200.000 Euro. Die Kunden können zunächst einen Katalog anfordern und werden anschließend zu einem Beratungsgespräch in eines der zwei Musterhäuser (in der Blauen Lagune in Vösendorf und in Haid bei Linz) in Österreich eingeladen. Die Kunden müssen das Haus erst nach der Übergabe zahlen, davor werden nur "Vorlaufkosten" fällig, die 5 Prozent des Hauspreises ausmachen, werben die Projektpartner. PhP sichere sich mit einer Bankgarantie des Kunden ab, sagte PhP-Verkaufsleiter Hannes Wippel.
Passivhäuser verbrauchen durch eine optimierte Wärmedämmung weniger Energie. So betrage der Heizwärmebedarf eines Passivhauses des Versandhändlers jährlich 15 Kilowattstunden (kWh) pro m2. Ein Altbau mit der selben Wohnnutzfläche brauche dagegen jährlich 220 kWh pro m2, sagte Wippel.



















