Energiesparirrtümer aufgedeckt
Die Heizsaison hat begonnen, und das Energiesparen wird in vielen Haushalten zum Diskussionsgegenstand: Fenster auf oder zu, Heizung zurückdrehen oder durchheizen, Tee am Herd kochen oder mit dem Wasserkocher? Die Antworten ...

Foto © Gala K - Fotolia.comBesser mehrmals täglich Stosslüften als immer gekippte Fenster
Die Einschätzung ob etwas mehr oder weniger Energie verbraucht ist nicht so leicht und so sind im Laufe der Zeit einige Gerüchte zum Thema Energiesparen entstanden. "Es ist uns wichtig, hartnäckige Irrtümer zu widerlegen, damit dem Energiesparen nichts im Wege steht", meint Ingrid Tributsch, Energieexpertin von "die umweltberatung".
Raumtemperatur
Das Gerücht, dass Räume nach einer Absenkung der Temperatur mehr Energie zum Wiederaufheizen brauchen als die Absenkung eingespart hat, stimmt in den meisten Fällen nicht. Einzelne Räume über Nacht ein paar Grad kühler zu temperieren, spart Energie. Die Nachtabsenkung in Kombination mit Thermostatköpfen an den Heizkörpern, die die Temperatur im Raum genau steuern, bringt ca. zehn Prozent Ersparnis.
Gekippte Fenster
Zu den Irrtümern zählt auch, dass das Lüften bei gekipptem Fenster statt das Fenster vollständig zu öffnen Energie spart. Beim Kippen geht wertvolle Energie verloren, da die aufgeheizte Luft ständig nach außen fließt. Außerdem kühlt die Mauer um das Fenster stark ab, was die Schimmelbildung begünstigt. Besser ist es daher, mehrmals täglich kurz zu lüften und dabei die Fenster weit aufzumachen. Das spart zehn bis zwanzig Prozent der Energie und beugt Schimmel vor.
Wasserkocher
Wenn die Teezeit beginnt, stellt sich die Frage, ob es besser ist das Wasser am Elektroherd oder im Wasserkocher zu erhitzen. Es stimmt nicht, dass Wasserkocher mehr Strom verbrauchen als das Wasserwärmen am Herd. "Ganz im Gegenteil: Wasserkocher verbrauchen im Vergleich zum Wärmen am Herd nur ungefähr halb soviel Strom", erklärt Ingrid Tributsch. Es zahlt sich auch aus, zum Beispiel das Wasser zum Kochen von Nudeln im Wasserkocher "vorzukochen".
Eisschicht
Im Herbst sind die Tiefkühlschränke mit köstlichem Obst und Gemüse bis zum Rand gefüllt. Dass ein bisschen Eis im Gefrierschank nichts ausmacht, stimmt nicht. Wer ein energiesparendes Gerät kauft und darin eine Eisschicht wachsen lässt, vermindert dadurch die Energieersparnis erheblich. Schon eine Eisschicht, die nur einen Zentimeter dick ist, erhöht den Energieverbrauch um bis zu 50 Prozent - regelmäßiges Abtauen ist also notwendig.


















