Neues Zuhause für die Chemie der TU Graz eröffnet
Mit der "Neuen Chemie" wurde am Donnerstag das bisher größte Bauprojekt der TU Graz eröffnet. Alle Chemieinstitute und 600 Studierende sind nun unter einem Dach. 48 Millionen Euro Nettoerrichtungskosten.

Foto © Jürgen Fuchs
Der Komplex an der Südseite der "Neuen Technik" vereint die bisher verstreut liegenden Chemieinstitute unter einem Dach. Das vom Grazer Architekturbüro Zinterl Architekten ZT GmbH geplante Gebäude bietet rund 8.000 Quadratmeter Nutzfläche, dazu kommen 2.200 Quadratmeter für Labors, Kommunikationsbereiche und ein Hörsaal im Innenhof.
Kein anderer Neubau der TU Graz hat bisher so umfassende bauliche Maßnahmen und Übersiedelungen bestehender Institute mit sich gebracht. Mitarbeiter aus sieben Chemie-Instituten der TU Graz sowie 600 Studierende finden nach einer zweijährigen Bauzeit seit Semesterbeginn im neuen Gebäude ein neues Arbeits- und Studienumfeld. An der Adresse Stremayrgasse 9 sind die Institute für Anorganische Chemie, Physikalische und Theoretische Chemie, Chemische Technologie von Materialien, Organische Chemie sowie Analytische Chemie und Lebensmittechemie beheimatet. Eigentümerin des langgestreckten, durch schlichte, klare Formen charakterisierten Beton-Glas-Gebäudes ist die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Sie vermietet den 48 Mio. Euro teuren Bau an die TU Graz um rund vier Mio. Euro jährlich.
Beste Voraussetzungen für die universitäre Lehre
"Eine ausgezeichnete Infrastruktur ist die Basis für ebenso ausgezeichnete Leistungen. Wir freuen uns daher, dass mit dem Neubau beste Voraussetzungen für die universitäre Lehre und Forschung geschaffen werden", erklärte Hans Sünkel, Rektor der TU Graz. "Chemie ist ein Fach mit Zukunft und braucht selbstverständlich auch eine entsprechende Infrastruktur, um hochklassige Lehr- und Forschungsbedingungen zu gewährleisten", so Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (V).
Das alte Chemiegebäude wird kurzfristig die Universität Graz nutzen, während ihr eigenes Chemiegebäude saniert wird. Danach wird es renoviert und soll das "Center of Biomedical Engineering" beherbergen, wo Wissenschaft an der Schnittstelle von Technik und Medizin betrieben wird. Weiters sollen darin eine Bibliothek für die TU, Internetarbeitsplätze sowie eine Mensa untergebracht werden.



















