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    Zuletzt aktualisiert: 01.07.2010 um 15:39 UhrKommentare

    Olbrich im Prater: Clubhaus bietet Sommerfrische im Jugendstil

    Fast vergessenes Bauwerk des Secessions-Architekten wird seit jeher von einem Sportclub betrieben: Schaulustige kommen aber eher aus dem Ausland.

    Blick auf den Joseph Maria Olbrich-Radfahrerclub-Pavillon auf dem Gelände des SV Schwarz-Blau in Wien-Leopodstadt

    Foto © APABlick auf den Joseph Maria Olbrich-Radfahrerclub-Pavillon auf dem Gelände des SV Schwarz-Blau in Wien-Leopodstadt

    Er liegt auf der Route der Wiener Sightseeing-Busse - aber stehen bleiben sie nicht: Joseph Maria Olbrichs Clubpavillon im Wiener Prater ist ein fast vergessenes, dabei aber gut erhaltenes Baujuwel, Touristen oft besser bekannt als den Wienern. Der Architekt der Wiener Secession, der derzeit im Leopold Museum in einer großen Retrospektive gewürdigt wird, schuf den Pavillon im Jahr 1898, für einen Fahrradclub. Heute wird hier vor allem Tennis gespielt - "aber den Pavillon nutzen wir genau so, wie Olbrich sich das damals vorgestellt hat", so der Obmann des Sportvereins Schwarz Blau, Harald Ropper.

    Unverändert

    Ein wenig erinnert der Pavillon an die Stadtbahnstationen von Otto Wagner, eine breite Portalnische ziert die Front, auch wenn sie hier aus grünem Holz gefertigt ist. Im Inneren findet sich neben den originalen Skizzen Olbrichs für den Bau auch der eine oder andere Entwurf Wagners, an den Wänden zwischen Jugendstil-Lampen und weitgehend unveränderter Einrichtung. "Wir haben immer ein Problembewusstsein gehabt was die Bausubstanz betrifft", so Ropper. Der Pavillon steht unter Denkmalschutz, wird aber vom Sportverein aus eigenen Mitteln erhalten.

    Mit der begrenzten Größe findet man sich gerne ab, ist stolz auf die steinerne Inschrift unter dem Vordach, die Olbrich als Planer ausweist. "Wir haben ihn immer gekannt, nur sonst haben ihn alle vergessen." Schaulustige kämen eher aus dem Ausland. So seien schon in den 60er Jahren manchmal Architektur-Studenten aus anderen europäischen Ländern plötzlich vor dem Zaun gestanden und hätten um Einlass und Besichtigung gebeten.

    Exklusiver Sport

    Dass sich ein angesehener Architekt eines Sportclubs annahm, war beim Thema Radfahren zur Jahrhundertwende nicht erstaunlich, galt es doch als exklusive Sportart der gehobenen Gesellschaft. Für den Bau des "Clubhaus des Radfahrclubs der k.k. Staats- und Hofbeamten" musste Olbrich dennoch mit knapp 10.000 Gulden auskommen (Secession: 74.000 Gulden). Seine funktionale Architektur hat sich bis heute bewährt: "Wir legen Wert auf das Ambiente", sagt Ropper und erzählt von seinen Mitgliedern: "Sie bleiben ein Leben lang und über viele Generationen. Wenn sie nicht mehr Tennis spielen können, sitzen sie vor dem Haus und spielen Bridge" - und genießen ihre Sommerfrische im Jugendstil.


    Ausstellung

    Clubhaus SV-Schwarz Blau, Rustenschacherallee 7, 1020 Wien; "Jugendstil und Secession. Joseph Maria Olbrich", Ausstellung im Leopold Museum, bis 27. September, tgl. außer Di., 10-18 Uhr, Do 10-21 Uhr

    Foto

    Foto © APA

    Bild vergrößernVorderansicht des Radfahresclubs aus 1898Foto © APA

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