Richtig kalkuliert
Vorsorgewohnungen: Wie Sie Ihr Risiko vermindern können und was die Sicherheitsnetze doch nicht leisten können.

Foto © Daniel Fuhr
Das wesentliche Risiko bei einer Kapitalanlage in Immobilien liegt in der Vermietung. Ist es möglich, die Wohnung zum kalkulierten Mietertrag und dauerhaft zu vermieten? Auf dem Markt werden folgende zwei Konstruktionen angeboten, die das Risiko zumindest teilweise verringern:
Mietgarantie:
Der Anbieter garantiert einen gewissen Mietertrag. Wird kein Mietvertrag abgeschlossen oder nur mit einem geringeren Mietertrag, gleicht der Garantiegeber den Fehlbetrag aus. Die Warnung des Vereins für Konsumenteninformation: "Die Garantie kostet natürlich etwas. Auch ist zu überlegen, wie sicher es überhaupt ist, dass der Garant im Falle des Falles auch in der Lage ist zu zahlen."
Mietenpool:
Hier vereinbaren mehrere Eigentümer von Wohnungen, dass sie das Vermietungsrisiko teilen. In der Praxis erhält der Eigentümer einer nicht vermieteten Wohnung von den anderen einen Ausgleich. Der Nachteil: Ist die eigene Wohnung gut vermietet, eine andere aber nicht, zehrt das am eigenen Ertrag. "Der Mietenpool birgt außerdem immer den Anlass zu möglichen Streitereien über die erfolgten Anstrengungen zur Neuvermietung", warnen die Konsumentenschützer. Und: Auch dieses Servicepaket kostet etwas.
Steuerrecht
Eine eigene gesetzliche Basis für Vorsorgewohnungen gibt es nicht, es werden die bestehenden Bestimmungen des Steuerrechts genutzt. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte vorab ein Steuerberater hinzugezogen werden. Der VKI-Tipp: "Vertrauen Sie nicht allein dem dem Wohnungsanbieter!"
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Zum Thema
Nachlese
Immobilien als Wertanlage ist der Titel eines Konsument- Ratgebers, der für Durchblick bei den Anlageformen sorgt und hilft, Gefahren zu erkennen. Stand: März 2010, erhältlich im Buchhandel; 19,60 Euro.


















