Das Kopfüber-Haus oder die verkehrte Welt
Über dem Kopf schweben Schreibtisch, Bett und Stuhl, sogar das Klo hängt von der Decke: Polnische Bauherren haben in Deutschland ein Kopfüber-Haus errichtet, wo alles verkehrt herum ist. Nur fließendes Wasser gibt es nicht.

Foto © APA40.000 bis 50.000 Besucher stehen in dem Haus jährlich gerne Kopf
Unter dem Titel "Die Welt steht Kopf" kann man an der Ostsee ein Haus besuchen, das zwei Unternehmer aus Polen gebaut haben. Nicht nur, dass das Haus von außen auf dem Kopf steht - auch das gesamte Mobiliar ist verkehrt - selbst Puppen und Feuerwehrauto im Kinderzimmer hängen an der "Decke". 2008 wurde das Kopfüber-Haus errichtet und ist heute eine Art Museum, das jeder besuchen kann.
Schwindel erregend
Selbst die Toilette wurde verkehrt herum installiert. Nur die Treppen wurden korrekt eingebaut, um den Gästen den Zugang zum Erdgeschoss zu ermöglichen. Doch nicht genug, dass das Haus auf dem Kopf steht - es hat auch noch eine Seitenneigung von sechs Prozent. Kein Wunder, dass so mancher Besucher darüber klagt, dass ihm schwindlig und machen nach dem Besuch sogar schlecht sei. Diese Erfahrung teilen sie übrigens auch mit den Besuchern eines ähnlichen Projektes in Polen, das sich seit 2007 bereits zum Touristenmagneten entwickelt hat.
Fakten
Der Bau von Deutschlands erstem Kopfüber-Haus kostete 300.000 Euro.
Wie andere Häuser verfügt auch der schräge Bau in Trassenheide über Stromanschluss, Heizung und Klimaanlage. Nur auf einen Wasseranschluss verzichteten die Bauherren. Bei beiden Häusern musste man die handelsüblichen Möbel umbauen, das Fliesen der Fußböden musste kopfüber erfolgen. Die Möbel und auch der Fernseher wurden mit Schrauben an der Decke fixiert, Bilder und Vasten hat man einfach angeklebt. Textilien wie Bettzeug und Handtücher wurden angenäht - die Häuser mitsamt ihrem Interieur sind also nicht wirklich bewohnbar, aber einen Besuch sind sie allemal wert.
Video zum verkehrten Haus im polnischen Szymbark
Features
Foto

Die Handwerker mussten Kreativität mitbringen
Besucher-Infos
Das Bauwerk kann zum Eintrittspreis von sechs Euro besichtigt werden. 40.000 bis 50.000 Besucher pro Jahr lassen sich das Haus nicht entgehen. Hausbegehungen im Handstand oder 'Kochkurse andersherum' sind weitere Höhepunkte.


















