Österreichs Möbelabsatz war 2008 rückläufig
Wohnmöbel haben sich 2008 nach zwei Jahren des Wachstums schlechter verkauft.

Foto © AP/KnippertzDer Möbelmarkt hat 2008 das getrübte Konsumklima durch die weltweite Wirtschaftskrise bereits zu spüren bekommen
Laut einer Erhebung des Marktbeobachters Kreutzer Fischer & Partner (KFP) belief sich das Absatzminus im vergangenen Jahr auf 0,4 Prozent. Für heuer wird keine Erholung erwartet, heißt es in einer Aussendung. Beim Umsatz sei jedoch einen Zuwachs verbucht worden.
Getrübtes Konsumklima. Der Möbelmarkt habe 2008 das getrübte Konsumklima durch die weltweite Wirtschaftskrise bereits zu spüren bekommen. Die starke Teuerung in der ersten Jahreshälfte und die zunehmende wirtschaftliche Unsicherheit im zweiten Halbjahr haben laut KFP dazu beigetragen, dass der eine oder andere Möbelkauf zurückgestellt wurde.
Für das heurige Jahr prognostizieren die Marktforscher ein noch höheres Minus von etwa 1,1 Prozent. "Die Nachrichten vom Arbeitsmarkt hemmen die Investitionsbereitschaft, die Kreditklemme tut das Übrige. Die Wirtschaftskrise beginnt erst in der Kassazone des Handels anzukommen", analysiert KFP-Chef Andreas Kreutzer.
Infolge steigender Preise habe die Möbelbranche im vergangenen Jahr trotzdem ein Umsatzplus von 2,2 Prozent eingefahren. Die Erlöse haben sich gemäß der Erhebung auf rund 1,5 Milliarden Euro belaufen. Das sei vor allem darauf zurückzuführen, dass eine Verschiebung hin zu höherwertigen Materialien stattgefunden habe, heißt es in der Aussendung. Zudem seien in geringerem Ausmaß auch höhere Rohstoffpreise weitergegeben worden.
Preise stärker unter Druck. 2009 sollen die Preise aufgrund der flauen Nachfrage stärker unter Druck kommen. KFP erwartet zudem eine Stagnation des Umsatzes, da es eine Anteilsverschiebungen hin zu höherwertiger Produkten geben werde.


















