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    Zuletzt aktualisiert: 06.10.2008 um 11:02 UhrKommentare

    Mammut, Mamma, Monster

    So wild wie ihre Namen sind auch die Möbel, die Hartmut Bretz dem minimalistischen Mainstream entgegenklotzt.

    Das neue Modell "Tiziana", ab 3100 Euro.

    Foto © BretzDas neue Modell "Tiziana", ab 3100 Euro.

    Ihre Möbel sind so opulent, schräg oder steil, kann man da auch ganz normal drauf sitzen?
    HARTMUT BRETZ: Ha! Aber wie! Man kann sogar drauf schweben. Gucken Sie mal. (Hartmut Bretz katapultiert sich im Schneidersitz vom Sofa in die Höhe). Ich sage Ihnen, so ein Sofa verändert das Leben in der Familie. Interaktion ist schließlich das Wichtigste für die soziale Gesundheit der Familie. Unsere Betten haben auch keine Besucherritze.

    Bretz Store Wien

    Kärntner Ring 19-13, Ringstraßengalerien, Wien

    Ist Gaudi Programm bei Bretz? Sie haben ja sogar ein Bett und ein Sofa aus Ihrer Kollektion "Gaudi" getauft.
    BRETZ: Ich hatte mal auf meiner Visitenkarte stehen "Chief Destruction Officer". Inzwischen habe ich das ersetzt durch "Editor of Love Stories". Es muss Spaß machen. Wir leben das Gegenrezept zum Minimalismus, der derzeit in der Möbelbranche angesagt ist. Minimalism kills. Dieses Geschmacksdiktat impliziert für mich, keinen Spaß mehr haben zu dürfen. Mensch sein heißt, Rundungen zu haben, ganz individuell zu sein, sich zu schmücken. Die Dinge um uns herum haben doch nicht nur einen gewissen Zweck zu erfüllen. Sie müssen auch Charme haben.

    Wann haben Sie den Mainstream hinter sich gelassen?
    BRETZ: Es gab zwei große Schwellen in unserer jüngeren Firmengeschichte. Bis 1994/95 haben wir mittleres Normalsortiment produziert. Ein bissl schöner, ein bissl günstiger – ein bissl nettere Leute. Das hat uns aber letztlich keiner geglaubt. Und wir haben gemerkt, auf Dauer ist das nicht unsere Erfüllung. Der Frust saß tief. Wir hatten im Grunde nur das, was alle hatten. Eine echte Krise. Auch finanziell. Mein Bruder und ich, wir sind beide Betriebswirte. Über die Frage, was wir denn selbst wirklich gerne von einem Sofa hätten, haben wir dann Dinge kreiert, die uns und andere Menschen zumLächeln und Staunen bringen. Mit unserem runden, blauen "Pool" haben wir als erste das übertiefe Sofa in den Markt eingeführt.

    Wem von Ihnen fallen die Modelle mit so witzigen Namen wie Mammut, Mamma, Monster, Marilyn oder Pompadour ein?
    BRETZ: Norbert und ich kümmern uns beide um die Produktentwicklung. Jeder von uns hat sein eigenes Projekt.

    Funktioniert das?
    BRETZ: Das Harmoniethema leben wir bewusst nicht. Das ist auch ein Erfolgsrezept, weil unsere Leute nicht "gestreamlined", zu sehr in eine Richtung gepolt werden. Bei uns gibt es nicht nur Offenheit für Gegensätze, wir zelebrieren die sogar. Erfolg ist ja eine gefährliche Sache. Nach unserem Starterfolg sind wir in vielen Möbelhäusern in den Abteilungen junges Wohnen geführt worden. Man hat uns nicht ernst genommen. Unsere Sofas waren aber viermal so teuer wie die Durchschnitts- Couchen. Ein echtes Problem. Die Lösung dafür war die Gründung von Flagship-Stores. Davon haben wir jetzt 20 weltweit, die zweite Schwelle, die wir überschritten haben. Und inzwischen lernen uns auch die High-End-Häuser zu lieben.

    Der nächste Höhepunkt?
    BRETZ: Das nächste Bretz ist natürlich das Beste. So war es ja schon immer. Der Rest ist ein Geheimnis.

    CLAUDIA HAASE

    Zur Person

    Hartmut Bretz 47, stellte den über 100 Jahre alten Familienbetrieb in Gensingen bei Mainz gemeinsam mit Bruder Norbert, 43, völlig neu auf: Seit kurzem gibt es in Wien den ersten österreichischen Store.

    Fotoserie

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